Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 029

1) Ich habe 1 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Kulturgeografin. 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: OP, lebensgefährliche Situation 4) Die Geburt meines Kindes Am 9.7.09: Übertragung um 17 Tage: Das Kind war allerdings trotz der Dauer der Schwangerschaft nicht übertragen, hatte reichlich Käseschmiere und auch […]

1) Ich habe 1 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Kulturgeografin.

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: OP, lebensgefährliche Situation

4) Die Geburt meines Kindes

Am 9.7.09: Übertragung um 17 Tage: Das Kind war allerdings trotz der Dauer der Schwangerschaft nicht übertragen, hatte reichlich Käseschmiere und auch das Fruchtwasser war noch klar. Auch die Herztöne meines Sohnes auf den CTGs waren stets optimal und ich hatte nicht das Gefühl, dass es ein Problem gab. Meine Hebamme meinte er war halt noch nicht fertig und hat noch länger gebraucht, aber die Ärzte hatten mich schon eine Woche zuvor zu einem Kaiserschnitt gedrängt. Schade, dass sie Recht behalten haben. Vielleicht wäre ohne Einleitung die Gebärmutter nicht so müde geworden und es hätte doch noch eine normale Geburt werden können – leider alles Spekulation.

Durch die vier Tage dauernde Geburtseinleitung hatte mein Sohn aber wenigstens die Illusion einer richtigen Geburt, denn bis zu 8 cm Muttermundöffnung haben wir es immerhin geschafft. Er hat dann auch sofort geschrien, als er noch zur Hälfte im Bauch steckte, mein Mann konnte ihn sofort in die Arme nehmen und eine halbe Stunde später hat er auch schon fit an meiner Brust gesaugt und tut es seitdem. Die Wehen haben sich also doch gelohnt – liebe Ärzte! Und ich bin froh, dass ich nicht schon eine Woche eher, wegen bloßer Übertragung, in den Kaiserschnitt eingewilligt habe. Dann hätte ich wahrscheinlich schon das Gefühl gehabt versagt zu haben.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Geburtsstillstand/ Wehenschwäche nach vier Tage dauernder Geburtseinleitung.

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung? Nein.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja. sehr gerne.
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Nein, er scheint medizinisch notwendig geworden/ gemacht worden sein. Aber ich bin sehr traurig darüber. Ist das ein Trauma?
  
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Mein Umfeld nein, aber ich selbst bin sehr traurig, dass ich es nicht auf normalem Weg geschafft habe.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Gut, dass es ihn gibt und dass er so routiniert durchgeführt werden kann. Leider preisen ihn die Ärzte zu sehr an, weil sie kein Vertrauen in den normalen Geburtsprozess haben
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 16 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja, noch – ich hoffe es lässt nach.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Die Narbe selbst geht, aber der Bauch herum scheint verdellt.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Ich öle sie ein und bin gerade dabei mich zu erkundigen, was ich tun kann.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch