Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 025

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Bürokauffrau. 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: OP, Narbe, Angst, Wunschkaiserschnitt <- “einfache” Geburt 4) Die Geburt meines Kindes Ich hatte eine konkrete Vorstellung, wie es ablaufen hätte sollen. Vor allem aber auf natürlichem Wege!8 Wochen vor […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Bürokauffrau.

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: OP, Narbe, Angst, Wunschkaiserschnitt <- “einfache” Geburt

4) Die Geburt meines Kindes

Ich hatte eine konkrete Vorstellung, wie es ablaufen hätte sollen. Vor allem aber auf natürlichem Wege!
8 Wochen vor dem errechneten ET wurde ich von meiner Ärztin bereits in die Klinik geschickt – stark verkürzter Gebärmutterhals und vorzeitige Wehen. Eigentlich hatte man mir gesagt, dass ich höchstwahrscheinlich nur 10-14 Tage bleiben muss, tatsächlich waren es 22 Tage – ununterbrochen am Tropf mit wehenhemmenden Mitteln. Ende der 36. Woche wurde ich entlassen.

Zu Hause war ich allerdings nicht lange, schon 4 Tage später war ich wieder in der Klinik. Wegen einer B-Streptokokken-Infektion und einem bereits auf 2 cm geöffneten Muttermund wurde beschlossen, dass die Geburt eingeleitet wird. Nach zwei Tagen, zwei Nächten und allem, was Hebammen und Ärzten an Einleitungsmethoden eingefallen war (Tabletten, öffnen der Fruchtblase, Gel, Einlauf, spatzieren gehen, Badewanne, Wehentropf) sagte man mir, dass die Geburt zum Stillstand gekommen sei und man mir zum Kaiserschnitt rate.

3 Stunden später war der Eingriff. Kurz nachdem man mir gesagt hatte, dass ich per Kaiserschnitt entbinden muss, war ich erst in Tränen aufgelöst. Auf dem Weg in den OP und im OP selbst hatte ich einfach nur Angst. Ich habe mich ziemlich allein gelassen gefühlt. Die Ärzte hatten vergessen, meinem Mann Bescheid zu sagen, so dass er erst dazu kam, als unser Sohn bereits auf der Welt war. Zum anderen hatte sich die Anästhesistin nicht eine Minute um mich gekümmert.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Geburtsstillstand

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?

Ja, vor dem Geburtsschmerz hatte ich sogar große Angst.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
So hatte ich es mir zumindest vorgestellt.
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein, das war er nicht.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Am Tag der Geburt, ja. Mittlerweile habe ich das ganz gut überwunden. Das Stillen hat bei mir auch nicht geklappt – lag vielleicht auch daran, dass mehr geschlafen als getrunken hat. Und wenn ich ihn anlegen wollte, hat er entweder nur gebrüllt oder ist gleich wieder eingeschlafen. Leider habe ich vom Personal in der Klinik wenig Unterstützung bekommen.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Ich kann nicht verstehen, dass es Frauen gibt, die sich bewusst für einen Wunschkaiserschnitt entscheiden. Mir ist auch unbegreiflich, dass der Kaiserschnitt als ein einfacher Geburtsweg beschrieben wird.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 15 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja, Bei Wetterumschwüngen.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nein, sie fällt so gut wie gar nicht auf, ist wirklich super gemacht! Mehr stören mich meine Schwangerschaftsstreifen, die ich erst in der Zeit in der Klinik bekommen habe.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Ich benutze selten, aber immerhin, eine Narbensalbe.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch