Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 023

1) Ich habe 5 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Ich bin als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt eingestellt. 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Chaos – Überfall – einfach nur schrecklich. 4) Die Geburt meines 4. Kindes Ich war alle zwei Wochen bei meiner Frauenärztin einbestellt, da es […]

1) Ich habe 5 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Ich bin als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt eingestellt.

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Chaos – Überfall – einfach nur schrecklich.

4) Die Geburt meines 4. Kindes

Ich war alle zwei Wochen bei meiner Frauenärztin einbestellt, da es eine Risiko SS war. So kam ich am Di.,12.05.09 zu Ihr und sie legte mich ans CTG , danach ging es zum Ultraschall – und meine Ärztin meinte “dass unser Wurm nicht mehr gut versorgt wird und das CTG auch nicht so rosig aussieht” so dass sie mich gleich per Krankenwagen ins Krankenhaus bringen lassen hat (eigentlich erst mal zur Beobachtung). Ich war tüchtig verwirrt. Im Krankenhaus angekommen, das gleiche Spiel noch einmal … CTG und Ultraschall …

Dann wärend des Ultraschalls meinte dort die Ärztin (in Bekleidung einer Oberärztin) dass es nicht gut aussieht weil die Herztöne schwächer wurden und auch etwas wenig Fruchtwasser vorhanden sei und somit bekam ich gesagt “In einer Stunde ist Schnitt”.
Ich war total durcheinander – so viel auf ein Haufen – dann noch die Gedanken, wie wird es dem Kleinen gehen … wird er es schaffen … denn geschätzt wurde er auf 800 Gramm. Eigentlich wollte mein Schatz bei mir sein und kam schnell von der Arbeit – jedoch durfte er dann nicht mit in den OP – weil es ein Notkaiserschnitt war.

So lag ich da im OP umringt von Ärzten, Hebammen und Kinderärzten, und da ich trotz Angst mich für die spinale Anästhesie entschieden habe (weil es fürs Baby besser ist), empfand ich den Kaiserschnitt als recht schrecklich.

Der Schnitt selbst war nicht so schlimm, aber das an meinem Bauch Gezerre und Gedrücke sowie kein Wort über den Kleinen – nicht mal, “Jetzt ist er da” – war einfach nur schrecklich.

Erst später habe ich von meinem Schatz erfahren – dass mit dem Kleinen alles ok ist – er gleich von selbst geatmet hat, dass er 35 cm ist und 1050 Gram wog. Die ersten beiden Tage nach dem Kaiserschnitt waren auch eine Qual – aufstehen ging kaum und wenn dann nur mit Schmerzen (das kannte ich von meinen normal entbundenen Kindern nicht) aber der Wille hat mir geholfen hoch zu kommen,wollte ja zum Baby :-)

Heute ist es vier Wochen her und ich glücklich,das der Kleine sich recht gut macht.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Das Baby war seit 3 Wochen nicht mehr über den Mutterkuchen versorgt worden und die Herztöne waren nicht optimal – so dass die Ärzte kein Risiko eingehen wollten, indem sie das Kind vielleicht noch in mir halten.              

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Nein vor einer Verletzung bei normaler Entbindung hatte ich nicht, habe schon vier Kinder auf normalen Weg entbunden (aber auch alles Frühchen) gerissen bin ich nur bei meiner 1. und dann ist das immer wieder mit aufgegangen (bei den anderen 3 Entbindungen) aber für so schlimm hab ich es nicht empfunden  – obwohl bei Wetterumschwung auch die Narbe grabbelt.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja viel lieber als Kaiserschnitt – hab mal gesagt “wenn bei mir ein Kaiserschnitt nötig ist, dann nur unter Vollnarkose” nun aber da die Rückenmarks Narkose fürs Kind besser ist – habe ich dann doch dafür eingewilligt.
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein überhaupt nicht – kann nicht verstehen – das es Frauen gibt,die sich freiwillig für den Kaiserschnitt entscheiden (aus Angst vor den Geburtsschmerzen).
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Ein wenig schon … Man liegt da – kann sich nicht bewegen – es wird am Bauch gezerrt und gezogen – man bekommt das Baby nicht mal kurz zu sehen (zumindest bei mir war es so). 
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein das ganz und gar nicht,es ging ja nicht anders und jeder weiß – das ich mein Gummibärchen lieber normal auf die Welt gebracht hätte.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Ich weiß, dass er in manchen Fällen besser ist (meist fürs Kind) – aber es ist echt nichts Schönes.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 15 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja natürlich merkt man die Narbe – krabbeln und ziehen ist schon oft der Fall.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Hmm… zwar sieht die Narbe nicht gerade schön aus … aber selbst unterm Bikini sieht man sie eh nicht … und wenn ich dann das Lächeln meines Gummibärchens sehe,dann sind alle negativen Dinge egal – das ist es ok für mich.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Viel mach daran nicht – außer das Nomale – waschen … einölen … und ein wenig Sport.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch