Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 021

1) Ich habe 4 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 3. 2) Beruf: Fotografin 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: kaiserlich ist der Schnitt nicht, aber er rettet Leben. 4) Die Geburt meines 4. Kindes Ich wollte mich keinesfalls mit der primären Sectio abfinden. Später kamen stark gefallene Thrombozyten dazu (ET […]

1) Ich habe 4 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 3.

2) Beruf: Fotografin

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: kaiserlich ist der Schnitt nicht, aber er rettet Leben.

4) Die Geburt meines 4. Kindes

Ich wollte mich keinesfalls mit der primären Sectio abfinden. Später kamen stark gefallene Thrombozyten dazu (ET war der 06.02., Termin für primäre Sectio 02.02.) und ungewöhnlich lange Kontraktionen mit einmalig abfallenden Herztönen, sodass unser kleiner Luis am 30.01. geholt wurde.
 
Ausschlaggebend für meine Entscheidung letztlich doch für einen Kaiserschnitt war jedoch die Geschichte mit der stillen Geburt der kleinen Lilly. Meine Gebärmutterwanddicke war wohl gar bei 0,8 mm. Dennoch wollte ich keinesfalls ein Risiko eingehen.
 
Die Geburt an sich war “toll”, wenn man das so sagen kann. Natürlich nur, weil ich die Chance hatte, mich lange und intensiv mit dem Thema zu befassen. Ich habe mit der vierten – eigentlich ungeplanten –  Schwangerschaft viele Dinge aufgearbeitet, die ansonsten für immer verborgen geblieben wären. Und ganz wichtig: Ich konnte mich mit dem Gedanken an den Kaiserschnitt nur aussöhnen, weil ich bei meiner zweiten Tochter das Glück hatte, nomal zu gebären!!!
 
Kurz: Ich bin glücklich, meinem Sohn geht es gut. Meine Narbe ist wunderschön verheilt. Die Havelhöhe in Berlin-Spandau ist absolut zu empfehlen, auch weil ich wirklich an keinem Tag Schmerzen hatte, weil man ein Morphin bei der Spinale mit gelegt hatte. Selbst der Papa war mit im OP, obwohl Monate vorher klar war, dass er nicht mit in den OP kommen wolltee, weil er bei meinem erstgeborenen Sohn und der bevorstehenden Sectio schon abwechselnd grün und weiß angelaufen ist.
 
Einen Mini-Wermutstropfen gibt es: Wenn ich mich in die Hocke begebe, sticht es ganz fürchterlich in dem Bereich, in dem die Spinale gelegt wurde (ich hatte ja absolute Panik vor dieser Narkose) und habe das Gefühl, kaum Luft zu bekommen. Vielleicht sollte ich deshalb noch einmal einen Heilpraktiker aufsuchen.
 
5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
1) Geburtsstillstand in der Eröffnungsperiode, Erschöpfung nach 40 Stunden 
2) Hoher Gradstand, Muttermund verstrich nicht restlos,  Baby “Sterngucker”
3) Primäre Sektio wegen vorangegangener Sectiones                                      
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Ja.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
 Nein.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Weil meine erste Tochter nach zu frühem Blasensprung per Kaiserschnitt geholt werden musste, mussten zwei weitere Kinder darunter leiden. Nach 40 Stunden war mir alles egal. Trotzdem würde ich es noch heute gern rückgängig machen. Bei meinem dritten Kind (zweiter Kaiserschnitt) bin ich mir nicht sicher, ob es normal gegangen wäre. Jedoch wurde bei beiden Kaiserschnittkindern Oxytocin eingesetzt. Dazu in meinem Geburtsplan:
 
“…Falls meine Wehen nicht beschleunigt werden können, wird der/die Arzt/Ärztin vielleicht vorschlagen, mich an einen Tropf zu hängen, der die Kontraktionen wirksamer macht. Er enthält Syntocinon, eine synthetische Form des Wehen-Hormons Oxytocin. Falls ich Syntocinon bekomme, würde der Herzschlag des Babys mit Hilfe von elektronischen Sensoren am Bauch oder am Kopf des Babys kontinuierlich überwacht. Das muss so ein, weil Syntocinon den Uterus unter Umständen überstimulieren kann. Dies äußert sich durch häufige, sehr starke Wehen, welche wiederum mein Baby gefährden könnten.
Das soll jedoch keinesfalls geschehen. Nicht nur dass ich mich daran erinnere, dass bei meiner ersten Geburt die Wehen hyperaktiv anzeigten und nur noch Wellenberge auf dem CTG erschienen. Hier bin ich fest davon überzeugt, dass es die Narbe der Gebärmutter nicht standhält. Spätestens hier muss ein Cut gemacht werden und der Weg zu einer Sectio ist der einzige…”
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 14 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Nein, momentan nicht, aber bei Wetterumschwüngen juckt sie schon mal.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nein.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Nein.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch