Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 020

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 2. 2) Beruf: Diplom-Ingenieurin Maschinenbau 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: lebensrettend; erlösend; nicht gewünscht, aber notwendig. 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Erstes Kind: Kopfumfang 27 cm, Größe 36 cm, Gewicht 1310 Gramm, Dauer der Schwangerschaft: 31+1 SSW. Notkaiserschnitt wegen […]

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 2.

2) Beruf: Diplom-Ingenieurin Maschinenbau

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: lebensrettend; erlösend; nicht gewünscht, aber notwendig.

4) Die Geburt meines/r Kindes/r

Erstes Kind: Kopfumfang 27 cm, Größe 36 cm, Gewicht 1310 Gramm, Dauer der Schwangerschaft: 31+1 SSW. Notkaiserschnitt wegen pathologischem CTG / Doppler-Sonographie bei der Routine-Vorsorgeuntersuchung. Nach der Untersuchung wurde ich mit Blaulicht ins nächste Krankenhaus gefahren, vorbereitet und in den OP gebracht. Das Ganze ging rasend schnell, ich kam nicht viel zum Überlegen. Als ich aufwachte, durfte ich mein Kind kurz sehen, dann wurde es in die Kinderklinik (50 km entfernt) gebracht.
 
Zweites Kind: Kopfumfang 36 cm, Größe 52 cm, Gewicht 3300 Gramm, Dauer der Schwangerschaft: 41+0 SSW. Einleitung, sechs Stunden Wehen, dann Kaiserschnitt.
Nach fünf Stunden Wehen bekam ich Schmerzen an der Narbe. Die Entscheidung zum Kaiserschnitt wurde getroffen, als klar war, dass das Kind immer noch nicht ins Becken gerutscht war. In aller Ruhe wurde ich vorbereitet, bekam eine Spinalanästhesie und mein Mann durfte bei der Geburt dabei sein. Ich hörte mein Kind schreien und bekam es gleich darauf zu sehen. Das war wunderschön.
 
5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Erstes Kind: Plazentainsuffizienz
Zweites Kind: drohende Uterus-Ruptur.
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Geburtsschmerz: nein, Dammverletzung: ja.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein, aber beide Male medizinisch notwendig, daher vollkommen in Ordnung.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
 Nein, immerhin habe ich dadurch zwei wunderbare Kinder.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein, nur einige wenige Leute, auf deren Meinung ich sowieso keinen Wert lege.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Vor dem ersten Kaiserschnitt hatte ich mich mit diesem Thema nicht befasst, die Geburt schien noch zu weit weg zu sein. Im Anschluss daran war ich einfach nur erleichtert, mein Kind lebend im Arm halten zu können. Wenn der Kaiserschnitt nicht so schnell durchgeführt worden wäre, wäre das nicht möglich gewesen. Mein Gefühl, wenn ich an diesen Kaiserschnitt zurückdenke, ist also hauptsächlich Dankbarkeit.
Mein zweites Kind hätte ich gerne spontan zur Welt gebracht, weil ich einerseits die Narkose scheute, andererseits gerne schneller wieder körperlich belastbar gewesen wäre. Den Versuch habe ich gemacht, geklappt hat es nicht. Aber ich habe es wenigstens versucht, war seelisch auf die Geburt vorbereitet und es geht mir jetzt, nach dem zweiten Kaiserschnitt, körperlich besser als erhofft.
Insgesamt sehe ich den Kaiserschnitt zwar nicht als die Methode der Wahl, aber in meinem Fall als unumgänglich, daher sinnvoll und keinesfalls als Problem. 
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 16,5 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja, es sind aber auch erst zwei Wochen seitdem vergangen.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nicht besonders schön (die erste war schöner und außerdem schon fast unsichtbar), aber nicht so schlimm.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Nein.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch
Zur gemeinsamen Aktion “Zeigen Sie uns Ihre Narbe”
Buchbesprechung “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht”.