Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 018

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Altenpflegerin 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Lebensrettung, hinterher Schmerzen, die Geburt meines Sohnes. 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Zunächst “normaler” Geburtsverlauf: Abends mit regelmäßigen Wehen ins Krankenhaus gefahren, dort ist nachts um ein Uhr die Fruchtblase […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Altenpflegerin

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Lebensrettung, hinterher Schmerzen, die Geburt meines Sohnes.

4) Die Geburt meines/r Kindes/r

Zunächst “normaler” Geburtsverlauf: Abends mit regelmäßigen Wehen ins Krankenhaus gefahren, dort ist nachts um ein Uhr die Fruchtblase geplatzt. Muttermund 1 cm. Beim CTG fiel auf, dass die Herztöne meines Sohnes unter den Wehen jeweils absackten. Ich sollte deshalb die ganze Zeit am CTG bleiben und sollte liegenbleiben. Muttermund um fünf Uhr bei vier Zentimetern, auf eigenen Wunsch hin PDA bekommen. Nach dem Legen der PDA längere Zeit kein CTG, dann ans CTG angeschlossen, es waren keine Herztöne zu hören und auf dem Monitor erschien lediglich ein großes Fragezeichen. Die Hebamme bat mich, tief Luft zu holen, sie hat dann die diensthabende Ärztin angerufen, die sof ort da war und mir etwas gespritzt hat, um die Herztöne meines Sohnes kräftiger zu machen, die waren mittlerweile wieder da.
 
Darauf hat er aber eher mäßig angesprochen, so daß mir die Ärztin sagte, dass sie jetzt lieber einen schnellen Kaiserschnitt machen würden. Mir war das sofort recht, ich hatte das Gefühl, dass das Kind jetzt ganz schnell aus mir heraus muß. Muttermund bei sechs Zentimetern. Bin dann OP-fertig gemacht worden, mein Mann durfte mit in den OP, ich war bei vollem Bewußtsein und ich fühlte mich durch die Anästhesisten sehr gut betreut, sie haben mich etwas abgelenkt. Ich war jedoch ganz ruhig und einfach nur froh, dass jetzt etwas geschieht. Ich merkte dann ein starkes Ruckeln meines Körper und Sekunden später um 7.34 Uhr schrie mein Sohn.
 
Wir haben ihn kurz ansehen dürfen, dann ist er von den Ärzten untersucht worden, er hat alles gut überstanden. Ich bin dann genäht worden, mein Mann und mein Sohn waren dann wieder im Kreißsaal, ich ca. eine Stunde später zu den beiden gebracht worden.
 
5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Pathologische Herztöne des Kindes, acht Tage übertragen dadurch Fruchtwasser grün-braun, zu schmales Becken für den Kopf des Kindes (37 cm)
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Nein.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
In der Situation Ja, ich habe mir gewünscht, dass schnell etwas passiert.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Nein, in der Situation als Erlösung.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
In meiner Situation bin ich froh, dass es den Kaiserschnitt als “Notausgang” gibt. Ich kann jedoch nicht nachvollziehen, dass man sich von vornherein einen Kaiserschnitt wünscht, da ich Tage nach dem Kaiserschnitt noch starke Schmerzen hatte und schlecht wieder auf die Beine kam.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) war anfangs 18,5 cm lang, jetzt nach drei Monaten ist sie 15,5 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Manchmal, wenn ich mit dem Bauch vor etwas stoße.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nein, ich finde die Narbe sehr gelungen, eine junge spanische Assistenzärztin hat genäht. Auf dem Foto ist der Kaiserschnitt acht Wochen her.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Anfangs gar nicht, jetzt creme ich sie nach dem Duschen mit normaler Körperlotion mit ein.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch