Kaiserschnitt Fragebogen Userin 015

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. Mein 1. Kind habe ich spontan entbunden Beim 2. Kind wurde der Kaiserschnitt wegen einer medizinischen Indikation (siehe unten) festgelegt. 2) Beruf: Vertriebsbeauftragte in Elternzeit 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Nichts Bestimmtes. Mir kommt nur ein Bild in […]

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

Mein 1. Kind habe ich spontan entbunden Beim 2. Kind wurde der Kaiserschnitt wegen einer medizinischen Indikation (siehe unten) festgelegt.

2) Beruf: Vertriebsbeauftragte in Elternzeit

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Nichts Bestimmtes. Mir kommt nur ein Bild in den Kopf: Baby wird aus der Bauchhöhle geholt und der Mutter auf die Brust gelegt.

4) Die Geburt meines/r Kindes/r Der Termin für den KS wurde am Freitag für den nachfolgenden Dienstag angesetzt. Blut war bereits abgenommen usw. Aber bereits in der kommenden Nacht auf Samstag, hat das Kind selbst entschieden, daß es schon kommen will. Nach den ersten Wehen fuhren wir ins Krankenhaus. Der Muttermund war da schon 5 cm geöffnet. Ein Wehenhemmer verhinderte, daß das Kind nicht noch vor der OP kommt.

Man fragte mich, ob ich eine PDA haben wolle oder eine Vollnarkose. Am Tag zuvor hatte ich unter Tränen bedauert, daß man bei KS mit PDA sein Kind nur kurz sieht und nicht sofort in den Arm nehmen kann. Aber als es Ernst wurde, hatte ich so viel Angst, daß ich sogar eine Vollnarkose vorzog (auch die Ärzte). Ich wollte nicht miterleben, wie an mir gezogen und gezerrt wird. Ich habe gezittert vor Angst.

Es war für mich nicht so schlimm, daß ich mein Kind nicht gleich sehen konnte. Mein Mann war ja da. Nach dem Dammschnitt beim ersten Kind war es viel schlimmer. Ich war damals so geschockt. Und durch das Nähen des Dammschnittes konnte ich die ersten 30 Minuten mit dem Kind auch nicht geniessen.

Insgesamt habe ich mich seelisch nach dem Kaiserschnitt besser gefühlt als nach der spontanen Geburt mit Dammschnitt.

Die Schmerzkurve danach ging allerdings auf und ab: Einen Tag nach der Geburt konnte ich aufstehen, wenn auch langsam und unter leicht schmerzhafter Anstrengung. Es ging mir jeden Tag besser. Am fünften Tag wurden die restlichen Pflasterstrips entfernt und ich wurde aus dem Krankenhaus entlassen.

Zuhause hatte ich dann am gleichen Tag wieder Schmerzen auf der rechten Narbenseite. Ich konnte mich nicht mehr ohne Hilfe hinsetzen/hinlegen und aufstehen. Dazu war Gehen schmerzhaft und belastete die Narbe. Man verordnete mir strenge Ruhe.
Es hat dann wieder mehrere Tage gedauert, bis es besser wurde.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Herpes genitalis. Dabei besteht die Möglichkeit einer Ansteckung für das Kind und weitere Krankheiten. Man wollte kein Risiko eingehen.
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Nein, vor Geburtsschmerz. Ja, vor einer Dammverletzung. Bei meiner ersten Tochter wurde ein Dammschnitt gemacht, der mir sehr lange nach der Geburt zu schaffen machte.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja. Zumal ich bestimmt eine schnelle Geburt haben hätte können. Nach nur ein paar Wehen, war der Muttermund schon 5 cm offen.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein, aber medizinisch notwendig.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Nein. Der Dammschnitt beim ersten Kind war schlimmer. Sowohl die Schmerzen, wie auch die Beschwerden und lange Heilung danach.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein, gar nicht.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Ich verstehe nicht, warum man sich einen Kaiserschnitt wünscht. Aber wenn es medizinisch notwendig ist, ist es eine tolle Sache
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist/ sind ca. 14,5 cm lang
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja. Ich glaube bei Wetterumschwung und Belastung, obwohl die Geburt schon 10 Monate her ist. Auf der rechten Seite oberhalb der Narbe ist die Haut immer noch taub und unter der Haut druckempfindlich.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Das ist wahrscheinlich Ansichtssache. Hebamme und Frauenarzt sagen, sie sieht gut aus. Ich finde den Narbenstrich okay, nur die Farbe unschön. Aber das ist mir egal, weil es keiner sehen kann.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Ja, seit kurzem massiere ich sie mit Nachtkerzenöl mit Vitamin E. Und tatsächlich ist die Rötung weniger geworden. Der Frauenarzt hat mich zum U-Schall geschickt, da die Narbe rechts immer noch druckempfindlich ist. Verdacht: Irgendwas ist mit der Leiste nicht in Ordnung.

 

Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch
  • Jul

    Ich hatte vor 4,5 Monaten einen Kaiserschnitt und die Haut ist stellenweise bis zum Bauchnabel druckempfindlich (wenn etwas gegen meinen Unterbauch stößt tut es weh). Die Ärzte meinen es sind die durchtrennten Nerven. Wie lange dauert es bis die Haut nicht mehr so druckempfindlich ist?