Kaiserschnitt Fragebogen Userin 014

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Studentin 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Angst vor Messer, Angst um das Baby, Vollnarkose, Narbe 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Ich war schon 5 Tage über dem Termin, mein Sohn lag schon lange in der richtigen […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Studentin

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Angst vor Messer, Angst um das Baby, Vollnarkose, Narbe

4) Die Geburt meines/r Kindes/r Ich war schon 5 Tage über dem Termin, mein Sohn lag schon lange in der richtigen Position. Am Tag der Geburt musste ich ins Krankenhaus zu einem Belastungs-CTG, meine Frauenärztin hat was angedeutet, dass mit den Herzschlägen vom Baby etwas nicht stimmt. Im Krankenhaus hat man mir gesagt, dass es besser wäre, wenn wir die Geburt jetzt schon einleiten würden. Ja, den ganzen Tag habe ich im KH verbracht, am Ende des Tages war ich schon fix und fertig, da ich keine Wehen bekommen habe, zumindest keine starken. Und dann noch: für mein Kind war es auch viel zu viel, sein Herzchen hat nicht mehr stark geschlagen.

In dem Moment, in dem ich gehört habe, dass ein Notkaiserschnitt durchgeführt werden muss, weil es dem Kind nicht gut geht, habe ich Panik bekommen. Denn ich habe nicht damit gerechnet, dass ich jemals mein Kind per Kaiserschnitt entbinden werde. Ich wusste einfach nicht, was auf mich zukommt. Die Operation hat so etwa 20 Minuten gedauert

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Schwache Herzfrequenz, die Nabelschnur hat sich um den Hals gewickelt (das habe ich erst nach der Geburt erfahren).
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Ich hatte schon Angst, aber das war nichts im Vergleich zu der Angst, die ich bekommen habe, als ich erfahren habe, dass ich operiert werden muss. Vor einer Dammverletzung hatte ich mehr Angst als vor dem Geburtsschmerz.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja,  den ersten Kontakt mit meinem Sohn hätte ich gern gehabt.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Also in meinem Fall war das die ideale Form der Geburt, denn mein Kind wurde dadurch gerettet. Ich hätte mich nie entschieden, freiwillig den Kaiserschnitt durchführen zu lassen. (So habe ich zumindest vor der Geburt gedacht).
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
JA!!! Denn ich habe noch nie in meinem Leben so stark gezittert, und zwar ununterbrochen von dem Moment, als ich darüber erfahren habe bis zum Zeitpunkt, als die Narkose angefangen hat zu wirken. Am nächsten Tag habe ich mich an die Geburt erinnert und gedacht: Das war der schlimmste Tag meines Lebens mit dem schönsten Ergebnis!
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Auf keinen Fall.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Ich denke, diese Form zu entbinden ist für diejenigen gut, die gesundheitliche Probleme haben oder wenn das Leben der Mutter bzw. des Kindes gefährdet ist. Man sollte da nichts riskieren. 
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist/ sind ca. 14 cm lang
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Nur wenn ich sie anfasse, am Anfang habe ich sie auch so gespürt, ohne sie anzufassen. Außerdem habe ich eine Stelle über der Narbe, wo ich überhaupt nichts fühle, wenn ich sie anfasse.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Ja schon, aber damit kann man leben, schließlich hat sie das Leben meines Sohnes gerettet.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Nein, meine Hebamme hat es mir untersagt. Sie hat gemeint, es würde das Heilungsprozess der Narbe beeinträchtigen.

 

Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch