Fragebogen Userin 013

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Prophylaxehelferin 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Keine Vorzeichen für das Kind, dass es los geht, Schmerzen, unnatürlich, aber manchmal nötig. 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Um 11 Uhr begannen die OP Vorbereitungen. Das war ein komisches […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Prophylaxehelferin

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Keine Vorzeichen für das Kind, dass es los geht, Schmerzen, unnatürlich, aber manchmal nötig.

4) Die Geburt meines/r Kindes/r Um 11 Uhr begannen die OP Vorbereitungen. Das war ein komisches Gefühl zu wissen, wann sie kommt.  Es waren alle sehr nett und ich fühlte mich gut aufgehoben. Der Anästesist war sehr witzig und hat mich immer schön abgelenkt. Also PDA gesetzt und rein in den OP, mein Schatzi sieht sehr witzig aus in grüner OP Klamotte. Ein bischen Panik habe ich bekommen, als die gegen meine Beine kamen und es nur kribbelte, als ob die eingeschlafen wären und sich nicht richtig taub anfühlen.

Dann hat der Anestäsist mich abgelenkt und mit einer Kanüle auf dem Brustbein “getestet” ob ich das noch merke, mein Mann sagte später, dass in dem Augenblick aber der Bauch schon auf war und das Kind fast da. Dann merkte ich nur Geruckel und Geschaukel, der OP Tisch wurde nach links gekippt, das war schon etwas unheimlich. Ich dachte, die wären noch bei den Vorbereitungen, aber die haben so geruckelt, weil der Kopf meines Kindes unter dem Rippenbogen feststeckte. War wohl sehr verkantet, die Kleine.

Das war auch der Augenblick, in dem meinem Mann das Herz kurz in die Hose rutschte, weil alle etwas hektisch wurden. Wenige Sekunden später hörte ich den Sauger und den ersten Schrei unserer Maus, sah meinen Mann mit Pipi in den Augen und wusste: alles ist gut. Die Hebamme hielt mir unsere Kleine zum Kuscheln ans Gesicht. Und dann durfte der stolze Papa mit seiner Maus in den Kreissaal gehen. Ich wurde zugemacht und kam dann ca. 20 Min später auch dazu. Die beiden lagen Haut an Haut eingekuschelt, das war so süß. Dann bekam ich sie auf die Brust. Das ging leider nicht lange, weil ich auf einmal wahnsinnige Krämpfe bekam und sie nicht halten konnte. Schnell Schmerzmittel, das hat aber nicht so gut angeschlagen und dann bekam ich nochmal eine Schmerzmittel gespritzt. Das half dann.

Nach der Erholung im Kreissaal wurden wir auf die Station gebracht. Dann kam natürlich die Familie zu Besuch. Ich habe nicht so viel davon mitbekommen, da ich ziemlich fertig war und starke Krämpfe hatte, die ganze Luft im Bauchraum von der OP.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Beckenendlage.
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Nein.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Auf jeden Fall, ich fand es ganz schlimm, als der Arzt sagte, dass es eine Sectio werden muss.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Geht so.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Überhaupt nicht.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Ich kann nicht verstehen, dass manche Frauen sich eine Sectio wünschen, wenn es keine Indikation dafür gibt. Manchmal ist eine Sectio ein notwendiges Übel. Aber zum Glück gibt es diese Möglichkeit heute, sonst hätte ich nicht eine so wunderbare Tochter.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist/ sind ca. 15 cm lang
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Ja.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Narbencreme und entstören lassen.

 

Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch