Kaiserschnitt Fragebogen Userin 007

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Vertriebsassistentin 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Baby, keine natürliche Geburt, OP 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Nach vielen vergeblichen Versuchen meine Tochter aus der Beckenendlage zu drehen, habe ich mich für einen Kaiserschnitt entschieden, da für […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Vertriebsassistentin

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Baby, keine natürliche Geburt, OP

4) Die Geburt meines/r Kindes/r

Nach vielen vergeblichen Versuchen meine Tochter aus der Beckenendlage zu drehen, habe ich mich für einen Kaiserschnitt entschieden, da für mich die natürlich Geburt aufgrund des Befundes zu risikobehaftet war. Der Termin stand also fest und ich habe mich schweren Herzens damit abgefunden, obwohl ich bis zum Schluss gehofft hatte, dass sie sich noch dreht. Eigentlich hätte ich sie gerne den Zeitpunkt um auf die Welt zu kommen bestimmen lassen. So waren auch meine Gefühle an dem Morgen des Termins. Ich wollte sie noch nicht hergeben, aber was soll’s. Es verlief soweit alles super. Ich war auch kein bisschen aufgeregt – was mich persönlich überraschte. Ich habe nur so gefroren, dass ich mein Zittern nicht unterdrücken könnte. Als sie auf der Welt war, haben ich und mein Mann sie nur kurz zu Gesicht bekommen, denn sie ging gleich zum Durchchecken. Sie kam angezogen wieder und mein Mann hielt sie die ganze Zeit auf den Arm, bis ich wieder zugenäht war. Ich konnte sie gar nicht richtig anschauen und sie hat auch ganz verstört geguckt.
Dann musste ich noch 5 h zur Kontrolle im Entbindungsbereich bleiben. Mich hat es tierisch geärgert hat, dass ich mich aufgrund der Spinalanästhesie nicht bewegen konnte. So hat das erste Anlegen auch nicht funktioniert. Ich könnte mich – für mein Empfinden – sehr lange nicht richtig bewegen, da es immer an der Narbe zog. Ich habe sehr lange gebraucht, bis meine richtigen Muttergefühle kamen. Meine Zimmernachbarin hat von der Geburt Ihres Kindes erzählt und auch Fotos machen können. Ich merkte und das merke ich heute noch, dass mir aufgrund der unnatürlichen Geburt etwas fehlt. Es war richtig komisch, meine Tochter erst nach ein paar Tagen, als ich sie allein wickeln durfte, nackt zu sehen etc. Auch bei meiner Tochter habe ich manchmal das Gefühl, dass sie ein bisschen darunter leidet einfach so überraschend aus ihrer Umgebung herausgerissen worden zu sein.
Heute ist alles in Ordnung und ich liebe sie wie kein anderen Menschen – außer mein Mann :)!
 
5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Beckenendlage des Kindes.
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Nein.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja, sehr gern.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Eigentlich nicht, aber die Angst, dass meiner Tochter hätte was passieren können bei einer Beckenendlagengeburt hat gesiegt, obwohl ich trotzdem gerne ihr den Zeitpunkt um auf die Welt zu kommen überlassen hätte.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Nein.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein, im Gegenteil, die sagen alle sei froh, dass es ein Kaiserschnitt war.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Es ist ok, dass es ihn gibt, aber man sollte dennoch eine natürliche Geburt vorziehen.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist/ sind ca. 15 cm lang
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja, ab und zu schon wenn sie unter anderem juckt.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Irgendwie schon, aber man sieht sie ja nicht so.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Nein.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch