Kaiserschnitt Fragebogen Userin 005

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 2. 2) Beruf: Rettungsassistentin 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: purer Horror. 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Die erste Geburt war ein Kaiserschnitt wegen Geburtsstillstand. Im Kaiserschnitt stellte sich heraus, dass mein Sohn die Nabelschnur vor seinem Kopf liegen hatte. […]

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 2.

2) Beruf: Rettungsassistentin

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: purer Horror.

4) Die Geburt meines/r Kindes/r

Die erste Geburt war ein Kaiserschnitt wegen Geburtsstillstand. Im Kaiserschnitt stellte sich heraus, dass mein Sohn die Nabelschnur vor seinem Kopf liegen hatte. Der Kaiserschnitt erfolge in Vollnarkose.
 
Die zweite Geburt, ebenfalls ein Kaiserschnitt, nach Einleitungsversuch mit 18 Stunden Wehen, Muttermund bei 3 cm, nach 18 Stunden hatten wir keine Kraft mehr, da sich am Befund nichts änderte.
 
5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Sekundäre Sectios bei Geburtsstillstand.
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Ich wollte beide Kinder gerne spontan entbinden, über den Geburtsschmerz habe ich mir keine Gedanken gemacht. Eine Geburt ist ein natürlicher Prozess, der zum Leben dazu gehört. Angst hatte ich daher nicht.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Sehr gerne. Selbst nach der ersten Sectio wollte ich mein zweites Kind spontan entbinden, obwohl es Risiken gab.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Bei der ersten Geburt war es sicher der besser Weg für mein Kind, für mich jedoch nicht. Ich habe sehr unter der Sectio gelitten. Bei der zweiten Geburt war es sicher nicht der beste Weg, obwohl es eigentlich unumgänglich war. Das zweite Mal mal habe ich jedoch viel mehr gelitten.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Den ersten Kaiserschnitt hatte ich, nachdem ich wusste, dass es mein Sohn ohne den Kaiserschnitt nicht geschafft hätte nicht als Trauma angesehen. Bei meiner Tochter jedoch habe ich ein Trauma davon getragen, so dass ich mir selber sage: „Ich bekomme nie wieder ein Kind“.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein, definitiv nicht.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Ich bin grundsätzlich für einen Kaiserschnitt, wenn es eine Frau nicht möglich ist, ihr Kind auf normalen Wege zu gebären. Grundsätzlich jedoch bin ich auch der Meinung, dass jede Frau es versuchen sollte, spontan zu entbinden. Denn ich finde, es gibt nichts schöneres, als ein Kind auf normalen Wege zu gebären, auch wenn dieses mir versagt blieb.
 
Ich bin aber sehr froh, dass es die Möglichkeit eines Kaiserschnittes gibt, denn sonst würden es sicher viele Kinder heutzutage nicht auf die Welt schaffen.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist/ sind ca. 15 cm lang
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ab und an spüre ich meine Narbe, was sicherlich an den entstandenen Verwachsungen liegt.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Ja, ich finde, die Narbe hat meinen Körper vollends entstellt. Aber ich akzeptiere sie, denn sie gehört zu mir und ohne diese Narbe, hätte ich meine 2 wunderbaren Kinder nicht.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Ich öle sie hin und wieder ein. Aber meistens umgehe ich es, da ich damit nicht konfrontiert werden möchte. Ich schaue mich auch nicht im Spiegel an, um mir die Narbe anzusehen.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch