Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 002

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Rechtsanwaltsfachangestellte 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Spontan, Schmerz, erlösend, Angst, Tattoo zerschnitten 4) Die Geburt meines/r Kindes/r Mein zweiter Sohn kam spontan zur Welt. Ich bin mit leichten Wehen ins Krankenhaus gefahren und zweieinhalb Stunden später […]

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Rechtsanwaltsfachangestellte

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Spontan, Schmerz, erlösend, Angst, Tattoo zerschnitten

4) Die Geburt meines/r Kindes/r
Mein zweiter Sohn kam spontan zur Welt. Ich bin mit leichten Wehen ins Krankenhaus gefahren und zweieinhalb Stunden später war er da. Schmerzhafter war diese Art der Geburt aber auch weitaus schöner.
Mein erster Sohn war ein Notkaiserschnitt. Ich war schon 3 Tage über Termin, da wurde beschlossen einzuleiten. Am ersten Tag kam ich an den Wehentropf und es hat sich gar nichts getan – am Abend bin ich auf einges Risiko aus dem Krankenhaus wieder nach Hause. Am zweiten Tag dasselbe noch einmal. Am dritten Tag wurde ein Zäpfchen gelegt. Gegen Mittag platze die Fruchtblase. Dann bekam ich sofort Sturmwehen und bat um eine PDA. Diese bekam ich dann auch. Als die PDA anfing zu wirken, konnte ich zum ersten Mal wieder einigermaßen entspannen, leider fielen zeitgleich die Herztöne meines Sohnes rapide ab. Man beschloss einen Notkaiserschnitt. Über die PDA bekam ich das Schmerzmittel, so dass ich nichts mehr spüren konnte. Ich kam in den OP und kurz darauf machten sie auch schon den Kaiserschnitt. Ich hörte das erste Schreien meines Sohnes und jegliche Last viel von mir ab – ich hatte geweint. Ich habe meinen Mann mit meinem Sohn mitgeschickt und ab da weiß ich nichts mehr. Erst viel später wieder, als mein Mann mit meinem Sohn im Arm zu mir ins Zimmer kam.
 
5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes):
Abfallende Herztöne des Kindes, da die Nabelschnur 2 x um den Hals war (hat man aber leider erst im nachhinein festgestellt).
 
6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?
Nein. Man kann’s so oder so nicht ändern was passiert und danach ist man eh nur noch glücklich und hat alle Schmerzen vergessen.
 
7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja, eigentlich schon. Aber so hat es wenigstens meinem Sohn das Leben gerettet.
 
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein, absolut nicht
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Etwas schon. Mein Wunsch war eine normale spontane Entbindung und es kam ja alles anders, als gewollt. Schon das Einleiten zwei Tage lang hat mich sehr belastet.
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein, überhaupt nicht.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Er kann Leben retten und ist somit absolut super, nur als Wunschkaiserschnitt aus Angst vor z.B. einem Dammriss oder Schnitt kann ich ihn nicht verstehen.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist/ sind ca. 15 cm lang
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Das erste Jahr bei Wetterumschwung hat sie gejuckt wie verrückt, jetzt spüre ich sie so nicht mehr. Ich merke nur noch, das die Haut darunter empfindlicher ist.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Ja, sehr. Sie ist auch immer noch etwas wulstig in der Mitte und rot, obwohl die Geburt fast 3 Jahre her ist.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Anfangs nicht, dann habe ich eine Zeit lang Narbensalbe verwendet, aber die änderte auch nichts also hab ich’s wieder gelassen.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch