Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 050

1) Ich habe 1 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: medizinische Fachangestellte 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Schmerz, Narbe, Thromboseprophylaxe (auch noch wochenlang zu Hause) 4) Die Geburt meines Kindes Eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft endete am Stichtag in der Erkenntnis meines FA, dass das Kind für […]

1) Ich habe 1 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: medizinische Fachangestellte

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Schmerz, Narbe, Thromboseprophylaxe (auch noch wochenlang zu Hause)

4) Die Geburt meines Kindes Eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft endete am Stichtag in der Erkenntnis meines FA, dass das Kind für eine natürliche Geburt zu groß sein könnte. Ich sollte also noch einmal ins KH, um dort das Becken und das Kind noch einmal vermessen zu lassen. Ersteres mache man schon lange nicht mehr, aber es stellte sich relativ schnell heraus, dass nicht nur das Kind recht groß werden würde, sondern auch sein Brustumfang „zu groß“ sei. Also planten wir die Geburt für 3 Tage später. 2 Tage vergingen, aber dann dachte sich unser Kleiner: So nicht – ich lass mir doch von euch nicht erzählen, wann ich geboren werde!! Also bekam ich Wehen und mit einem 2cm geöffnetem MM kamen wir am sehr frühen Morgen im KH an.
Danach ging alles ziemlich zügig. Umziehen, rasieren, Zugang, OP…
Die Rückenmarksanästhesie funktionierte erst beim 3. Mal. Die Geburt an sich war für mich eher medizinisch interessant, aber alles danach war ein Albtraum: Kind gesehen-gefeut…, aber dann vergingen zwei Stunden, gefühlte fünf bis ich meinen Sohn sah. Die Narkose ließ nach und die schlimmsten Schmerzen meines Lebens begannen. Ich konnte mich mehrere Tage nicht freuen, aufstehen war eine Qual, geschweige denn mein eigenes Kind hochheben.
Das Stillen klappte nicht und ich fühlte mich völlig unfähig für dieses Kleine Menschlein zu sorgen. Dass das nicht nur mir so geht, musste ich erst (v)erarbeiten. Es dauerte etwa einen Monat.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Verdacht, dass das Kind zu groß für das Becken sein würde (zu großer Thoraxdurchmesser)

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung? Nein.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden? Ja.

8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Ja. 
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Teilweise.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Wenn medizinisch notwendig (wie bei mir ja eigentlich auch) ok, aber offensichtlich haben die Kliniken noch Nachholbedarf (Bonding-Phase: wo warst du?).
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 12 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Naja, hübsch ist sie nicht gerade…
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Ein wenig gecremt.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch