Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 049

1) Ich habe 1 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Verwaltungsfachangestellte 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: lebensrettende Maßnahme, schön, dass es so was gibt! 4) Die Geburt meines Kindes Ursprünglich sollte unser Sohn ca. 3 Wochen vor dem ET per geplantem KS zur Welt kommen, weil […]

1) Ich habe 1 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Verwaltungsfachangestellte

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: lebensrettende Maßnahme, schön, dass es so was gibt!

4) Die Geburt meines Kindes

Ursprünglich sollte unser Sohn ca. 3 Wochen vor dem ET per geplantem KS zur Welt kommen, weil er in BEL lag. Aber er hat es sich anders gedacht. Zwei Tage vorher hat er sich gedreht und wir haben den KS abgesagt. Nun hieß es warten, warten und warten.

5 Tage nach dem ET hatte ich dann endlich die ersehnten Wehen. Ich hatte bereits 12 Stunden Wehen als mein Mann und ich ins Krankenhaus sind. Da die Wehen zwar schon recht kräftig, aber nicht regelmäßig waren, dufte ich auch dort bleiben, mein Mann wurde nach Hause geschickt.

Irgendwann bekam ich dann Blutungen und wurde in den Kreißsaal gebracht. Allerdings hat die Hebamme nichts weiter gemacht als mir eine Spritze zum Schlafen zu geben und mich einfach in irgendeinen Kreißsaal zu schieben. Von ihr war dann erst mal nichts mehr zu sehen, bis ich das Gefühl hatte, aufs Klo zu müssen. Daraufhin durfte ich ins Kreißbett wechseln und mein Mann durfte auch wieder kommen. Die Schmerzen waren nicht schön, aber auszuhalten. Die Freude, mein Kind bald in den Armen zu halten überwiegte.

Allerdings wurde es bei jeder Wehe merkwürdiger. Sobald eine da war, gingen die Herztöne unseres Spatzes in den Keller. Die Hebamme hat nichts unternommen, kaum mit uns gesprochen und sich mehr Sorgen um meinen Mann gemacht, der rausgegangen war als sie die Fruchtblase öffnete. Für eine PDA war es dann auch schon zu spät. Und da es meinem Spatz anscheinend nicht gut ging und ich Angst um ihn hatte, bettelte ich innerlich nach einem KS.

Zum Glück war irgendwann Schichtwechsel. Die Herztöne waren noch immer schlecht, aber die neue Hebamme hat gehandelt und verschiedene Methoden versucht, die Geburt voran zu treiben. Da sich nichts tat, wurde schnell entschieden: KS. Von da an ging alles nur noch wahnsinnig schnell und ich war voller Freude. Nach 28 Stunden war endlich unser Sohn da. Die Stimmung im OP war gut. Die Ärzte und die Hebamme haben mit uns rumgescherzt und locker gequatscht.

Wie sich später rausgestellt hat, hatte unser Kind die Nabelschnur mehrere Male um den Hals und wurde so daran gehindert weiter  zu rutschen.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Geburtsstillstand und schlechte Herztöne des Kindes.

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung? Nein, aber ich war gespannt und aufgeregt.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden? Ja.

8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Auf meine Situation betrachtet: ja.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Überhaupt nicht. 
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein. Warum auch?
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Es ist schön, dass es so was gibt und man im darauf zurück greifen kann, wenn es wirklich notwendig ist.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 13 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Nein.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nein.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Da ich anfangs Probleme damit hatte, musste sie behandelt werden. Danach habe ich nichts mehr daran gemacht.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch