Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 042

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Technische Angestellte. 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Panik, Schmerzen, unnatürlich, fehlendes Geburtserlebnis 4) Die Geburt meines Kindes Ich kam mit leichten, aber häufigen Wehen ins Krankenhaus, noch unsicher, ob das überhaupt Wehen waren. Ich wurde an […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Technische Angestellte.

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Panik, Schmerzen, unnatürlich, fehlendes Geburtserlebnis

4) Die Geburt meines Kindes

Ich kam mit leichten, aber häufigen Wehen ins Krankenhaus, noch unsicher, ob das überhaupt Wehen waren. Ich wurde an den Wehenschreiber angehängt und kurz darauf stellte meine Hebamme fest, dass auch der Muttermund schon zwei Zentimeter offen war. Nach ein paar Stunden war er ganz offen und die Wehen stärker, doch weiter tat sich nichts.

Per Ultraschall wurde festgestellt, dass mein Baby ein sogenannter “Sterngucker” war, also mit dem Gesicht nach oben lag. Das war allerdings nicht das Problem, denn durch verschiedene Lagerungen hat es sich bald richtig herum gedreht. Als dann allerdings immer noch nichts weiter ging, hieß es plötzlich “Geburtsstillstand” und ein Kaiserschnitt sei notwendig.

Obwohl mein Verstand die Notwendigkeit sah, bin ich kurz in Panik ausgebrochen, vor allem, als ich allein im OP lag (ich war das erste Mal überhaupt im Krankenhaus), Gott sei Dank kam bald mein Freund nach, ohne ihn hätte ich das ganze nicht überstanden. An die Zeit danach erinnere ich mich nur dunkel bzw. wie unter Drogen (ich bekam Beruhigungsmittel).

Bald erfuhr ich, dass ich eine Tochter bekommen hatte und sie wurde mir auch gleich gezeigt und zu meinem Gesicht gehalten, damit ich sie streicheln konnte. Ihr Papa ging dann mit ihr wieder in den Kreißsaal, um sie zu baden. Als ich dann endlich auch nachkam, wurde sie mir auch gleich auf die Brust gelegt und sie begann gleich zu saugen, das entschädigte mich etwas.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Geburtsstillstand

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?  Nein, ich hatte mich gut vorbereitet.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden? Ja, auf jeden Fall.

8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Einerseits war ich froh, dass es endlich vorbei war und meinem Kind dadurch nichts passiert ist, gleichzeitig hatte ich aber panische Angst vor der Operation. Jetzt im Nachhinein würde ich mir manchmal wünschen, dass es doch ohne Kaiserschnitt gegangen wäre, das Geburtserlebnis fehlt einfach. 
 
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Gut, dass es ihn gibt für Notfälle, wie man ihn als “sanftere” Geburt freiwillig machen kann, verstehe ich allerdings nicht.
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 14 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Auf der linken Seite spüre ich noch ab und zu ein Stechen (hauptsächlich beim Niesen und Husten), was mich mehr stört ist, dass ich über der Narbe nichts spüre, ich hoffe, das vergeht wieder.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nein, sie ist schön verheilt und ich nehme an, dass sie mit der Zeit noch heller wird.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Nein.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch