Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 030

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 2. 2) Beruf: Kauffrau. 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Schmerz; Fehlendes Erlebnis einer vaginalen Geburt und damit der wahrscheinlich schönsten Erlebnisse der Welt, meine Babys! 4) Die Geburt meines Kindes Bei meiner ersten Tochter gingen abends um 20 Uhr […]

1) Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 2.

2) Beruf: Kauffrau.

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Schmerz; Fehlendes Erlebnis einer vaginalen Geburt und damit der wahrscheinlich schönsten Erlebnisse der Welt, meine Babys!

4) Die Geburt meines Kindes

Bei meiner ersten Tochter gingen abends um 20 Uhr die ersten, leichten Wehen los, sie verstärkten sich gegen 8 Uhr morgens. Es tat sich nach wie vor aber nichts. Irgendwann wurden die Wehen jedoch sehr stark unud ich bekam einen Wehenschub nach dem anderen und die Rückenwehen wurden auch immer stärker. Für mich noch kaum erträglich, dann habe ich mich so um 20 Uhr für eine PDA entschieden, doch leider öffnete sich mein Muttermund bis zu diesem Zeitpunkt nicht weiter als bis zu 4 cm!

Um 23 Uhr kamen dann die Komplikationen, die zu dem Kaiserschnitt führten, die Herztöne meiner Tochter gingen bei jeder Wehe runter, oder waren nicht mehr zu sehen!

Um 23.15 Uhr wurde sie dann geholt. Ein Mädchen, 56 cm groß und 3970 Gramm schwer!

Bei meiner zweiten Tochter wurde mir von vornherein gesagt, dass sie sehr schwer sein wird und wahrscheinlich auch per Kaiserschnitt geholt wird!

Die Wehen gingen bei ihr um Mitternacht los. Bin noch in die Wanne, wo die Wehen stärker und regelmäßiger kamen, es löste sich auch dann der Propfen!
Im Krankenhaus haben wir es noch 9 Stunden versucht, der Muttermund war 5cm geöffnet, der Gebärmutterhals ganz verkürzt, doch die Kleine wollte nicht raus, trotz wunderbarer, regelmäßiger Wehen, da haben wir uns dafür entschieden, wieder einen Kaiserschnitt zu machen. Auch weil es der 21. Dezember war und Sonntag, also Notbesetzung im KH und wir wollten nicht wieder einen Notkaiserschnitt, wo alles so schnell gehen muss.

Also hatte ich meine zweite Tochter um 11.15 Uhr, ein süßes, dunkelhaariges, propperes Mädchen, 54cm groß und 4110 Gramm schwer!

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Zu schmale Beckenöffnung, zu schwere/große Babys.

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung? Nein.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Ja. sehr gerne.
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Nein, nur notwendig.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Ja, bei meiner ersten Tochter habe ich sehr damit gekämpft und auch sehr starke Depressionen bekommen. Ich dachte man hat mich beraubt, und zwar um eine Erfahrung, die ich gerne gemacht hätte!
  
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein, niemand, nur ich selbst!
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Macht mich immer traurig! Und ich kann es nicht verstehen, wenn Frauen sagen, dass sie sich einen Kaiserschnitt wünschen, wenn keine Gründe dafür vorliegen!
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 14 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Ja, leider entzünden sich immer die Haare direkt an der Narbe und sie zwickt sehr oft! Sie ist an einer Stelle angewachsen, wo es sehr oft piekst und etwas schmerzt! Manche Hosen kann ich nicht mehr anziehen, da sie mir direkt auf die Narbe drücken.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Total! Aber nach der ersten Tochter war es schlimmer, da sie zur Hälfte angewachsen war und dadurch die Haut darüber hing und aussah wie eine Speckfalte, fiel immer total im Bikini auf! Jetzt ist es nur ein kleines Stück angewachsen und das ist nicht mehr so schlimm.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Bei der ersten nicht, bei der zweiten etwas Narbenmassage, doch leider war ich zu empfindlich, es hat zu sehr geschmerzt.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch