Kleinkind 34 Monate

Standhaft bleiben in der Erziehung Zweijährige sind sehr bestimmend und energisch, und es kann schwierig sein, auf das unerwünschte Verhalten von Kindern in diesem Alter zu reagieren. Sie müssen wissen, dass sie nicht immer ihren Willen bekommen können. Sie müssen lernen, sich an soziale Situationen anzupassen, und sich schrittweise in Selbstkontrolle üben. Ihrem Kind fällt […]

Kind im Alter von 34 MonatenStandhaft bleiben in der Erziehung

Zweijährige sind sehr bestimmend und energisch, und es kann schwierig sein, auf das unerwünschte Verhalten von Kindern in diesem Alter zu reagieren. Sie müssen wissen, dass sie nicht immer ihren Willen bekommen können. Sie müssen lernen, sich an soziale Situationen anzupassen, und sich schrittweise in Selbstkontrolle üben.

Ihrem Kind fällt es aber leichter, Situationen, deren Regeln und Verlauf klar und deutlich sind, zu akzeptieren und sich dementsprechend zu verhalten, als wenn es glaubt, dass es das Ergebnis der Situation beeinflussen kann, wenn es nur lange genug darauf besteht. Ab und zu wird man jedoch mit Situationen konfrontiert, deren Verlauf Ihr Kind nicht kennt oder in denen nicht deutlich genug wird, was passieren soll.

Kleine Tricks und Kniffe

Wenn Sie sich in einer Situation befinden, in der Sie einen Wutanfall Ihres Kindes unbedingt vermeiden möchten – beispielsweise auf der Geburtstagsfeier der Oma oder wenn Ihr Kind vom Arzt untersucht wird –, sollten Sie daran denken, dass Zweijährige neugierig sind und sich schnell begeistern lassen. Darum ist es oft nicht gerade schwer, Ihr Kind von einer unerwünschten Aktivität abzulenken, indem Sie ihm etwas anderes vorschlagen. Sagen Sie „give me five“ (Gib mir fünf), während Sie Ihre Hand hochhalten, so dass Ihr Kind mit seiner Hand gegen Ihre schlagen kann. Zeigen Sie ihm unterschiedliche Möglichkeiten, das zu tun: jeder mit einer einzigen Hand, mit beiden Händen, oben (high five), unten (low five) und andere fortgeschrittenere Varianten.

Ungefährliche Alternativen anbieten

Wenn Ihr Kind gerne schlägt, können Sie ihm einen Gummihammer oder ein Xylofon kaufen (vor dem Wutanfall!). Wenn Ihr Kind gerne mit Dingen schmeißt, können Sie einen weichen Ball anschaffen. Indem Sie Ihrem Kind eine ungefährliche Alternative geben, schützen Sie die zerbrechlicheren Gegenstände in Ihrem Haushalt. Legen Sie ein paar der Spielzeuge und Bücher Ihres Kindes in eine Schublade, einen Schrank oder ein niedriges Regal.

Wenn Ihr Kind etwas in die Hände bekommen hat, womit es nicht spielen darf, können Sie sagen: „Sollen wir tauschen? Ich bin mir sicher, dass du etwas Hübsches in der Schublade findest.“ Es war einmal… Lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes ab, indem Sie sich eine kleine Geschichte über Ihr Kind ausdenken. „Es war einmal ein kleines neugieriges Mädchen, das hieß (Name Ihres Kindes) ….

Fragen können eine gute Ablenkung sein. Sie können z.B. fragen: „Wo ist dein Teddy?“ oder „Sollen wir gucken, wo die Katze ist?“

Kinder fordern Aufmerksamkeit ein…

Alle Eltern haben Angst, dass sie ihrem Kind nicht genug Aufmerksamkeit schenken. Kleine Kinder haben ein starkes Bedürfnis nach Kontakt zu ihren Eltern. Darum müssen Sie die Grenzen setzen und ein Gleichgewicht finden, in dem Sie alle sich wohl fühlen. Es kann schwierig sein, Nein zu Ihrem Kind zu sagen, wenn es möchte, dass Sie ihm vorlesen oder mit ihm spielen. Es wichtiger zu finden, weiter die Zeitung zu lesen, kann sich falsch anfühlen. Vielleicht sind Sie in dieser Hinsicht unterschiedlich? Vielleicht reagieren Sie völlig unterschiedlich auf ein und dieselbe Situation?

… aber der Partner auch!

Es ist wichtig für Ihr Kind, dass Sie nicht vergessen, Partner zu sein. Manchmal kann es eigentlich darum gehen, dass der eine Partner selbst zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und darum das Gefühl hat, dass Ihr Kind zuviel davon erhält. Wenn man sich wünscht, dass jemand weniger Zeit mit seinem Kind verbringen soll, greift man ihn in seiner Rolle als Elternteil an.

Wenn Sie mehr Aufmerksamkeit von Ihrem oder Ihrer Liebsten wünschen, sollten Sie Ihren oder Ihre Liebste/n ansprechen – nicht die Mutter oder den Vater Ihres Kindes. Vielleicht stellen Sie jetzt, da Sie Eltern geworden sind, ja unterschiedliche Erwartungen aneinander. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass sich Ihre Gefühle für den anderen verändert haben – in die eine oder andere Richtung?

Viele Paare machen die Erfahrung, dass ihre Beziehung sowohl stärker als auch verwundbarer geworden ist, wenn Kinder auf der Bildfläche erscheinen. Zusammen Eltern zu sein ist eine lebenslange Aufgabe und eine lebenslange Verantwortung, die für Freude sorgt, Sie jedoch auch vor Herausforderungen stellt.