15 Monate alt

Sozialverhalten Einjährige, die ausgeruht und satt sind, haben im Allgemeinen gute Laune. Sie zeigen jedoch die ersten Anzeichen für ein großes Freiheitsbedürfnis und fangen an, ihre Grenzen auszutesten. Das steigert sich noch, bis sie ein Alter von ungefähr zwei Jahren erreicht haben. Die Trennungsangst hat ihren Höhepunkt erreicht bzw. erreicht diesen im Laufe dieses Jahres. […]

14 Monate altes KleinkindSozialverhalten

Einjährige, die ausgeruht und satt sind, haben im Allgemeinen gute Laune. Sie zeigen jedoch die ersten Anzeichen für ein großes Freiheitsbedürfnis und fangen an, ihre Grenzen auszutesten. Das steigert sich noch, bis sie ein Alter von ungefähr zwei Jahren erreicht haben.
Die Trennungsangst hat ihren Höhepunkt erreicht bzw. erreicht diesen im Laufe dieses Jahres. Zum Ende dieses Zeitraums hat Ihr Kind daher weniger Angst vor Fremden. Wenn Sie Glück haben, bekommen Sie viele großzügige Umarmungen und Küsse.

Interessen

Ihr Kind scheint eine nahezu grenzenlose Energie zu haben. Es ist jedoch auch in der Lage, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren, beispielsweise Bauklötze zu stapeln oder Spiele in eine Kiste zu legen.
Ab und zu spielt es mit Gleichaltrigen, für die nächsten ein bis zwei Jahre geht es dabei jedoch vor allem um Parallelspiele – d.h. dass die Kinder nebeneinander spielen, ohne eigentlich zusammen zu spielen.
Einjährige glauben, dass alle Menschen, Spiele und Spielplätze nur dazu da sind, sie zu unterhalten, und sind nicht gerade aufs Teilen aus. Sie können jetzt zwar schon die Grundlage für ein weniger egozentrisches Benehmen legen, sollten jedoch vor dem dritten Lebensjahr keine allzu großen Erwartungen haben.

Aktivitäten

Lesen Sie vorzugsweise Bücher mit Kinderreimen, und singen Sie Ihrem Kind Lieder vor. Das fördert sowohl die verbalen Fähigkeiten als auch das Gedächtnis. Außerdem bildet es eine Grundlage für das Lesen und die Sprachentwicklung. Stellen Sie eine Collage oder ein Album mit Fotos der wichtigsten Menschen im Leben Ihres Kindes zusammen – Verwandte, enge Freunde und Babysitter. Zeigen Sie auf die unterschiedlichen Personen, und sagen Sie ihre Namen. Fragen Sie Ihr Kind: „Wo ist Oma?“, und schauen Sie, ob es seine Oma finden kann. Wenn Ihr Kind über gute verbale Fähigkeiten verfügt, können Sie auch auf die Gesichter zeigen und fragen: „Wer ist das?“ Solche Aktivitäten sind gut für den Wortschatz und das Gedächtnis Ihres Kindes.

Sprachentwicklung

Es ist spannend, die Sprachentwicklung Ihres Kindes zu verfolgen. Von den ersten Versuchen, Wörter auszusprechen, die Sie verstehen, bis zu den ersten kurzen Gesprächen. Kinder können sich oft ausgezeichnet verständlich machen, und sie erhalten sofort eine Bestätigung, ob sie erreichen, was sie möchten, indem sie nach jedem Wort mit den Armen fuchteln und Blicke und Geräusche zur Hilfe nehmen. Sollte das nicht funktionieren, denken sie sich einfach eine neue Strategie aus.

Familienleben

Manchmal nimmt jedoch auch die Frustration überhand. Sind Sie vielleicht frustriert, weil Sie sich wünschen, dass Ihr Kind mehr spricht? Machen Sie sich vielleicht Sorgen, dass Ihr Kind im Rückstand ist? Seufzen Sie vielleicht entmutigt, wenn Sie hören, wie viel das gleichaltrige Kind der Nachbarn schon spricht?
Es gehört zum Elternsein, zu erfahren, dass alle Kinder unterschiedlich sind. Die Dinge sind nicht immer so, wie wir sie uns vorstellen und erhoffen. Ihr Kind ist ein selbständiges Individuum, und selbst wenn es im engen Zusammenspiel mit Ihnen lebt, haben Sie keine Kontrolle über sein Temperament und sein Verhalten. Sie können sich jedoch anpassen und auf die Dinge reagieren, die Sie gerne unterstützen möchten.