Wohin mit den Babysachen und gebrauchter Kinderkleidung?

Auch aus dem niedlichsten Teil wachsen die Kleinen eines Tages heraus. Und nun? Wohin mit den alten Kindersachen? Die besten Tipps zum Aufbewahren, Verkaufen, Spenden, Upcycling.

Aufbewahren

Ist natürlich der Klassiker, gerade dann, wenn die Familienplanungphase noch nicht abgeschlossen ist. Allerdings sollten alle Kleidungsstücke nur wirklich frisch gewaschen und möglichst gut verpackt aufbewahrt werden. Oft ist es auch sinnvoller, nur wirklich Lieblingsstücke aufzubewahren, denn wenn die kleinen Teile wirklich noch vier oder fünf Jahre darauf warten, noch einmal zu Einsatz zu kommen, nehmen sie nicht nur Platz weg, oft passen oder gefallen sie später doch nicht mehr.

Babysachen - aufbewahren, spenden, verschenken oder verkaufen? (© Thinkstock)

Babysachen – aufbewahren, spenden, verschenken oder verkaufen? (© Thinkstock)

Weitergeben

Im Freundeskreis oder in der Verwandtschaft kündigt sich das nächste Baby an? Prima, dann könnte ja gleiche die aussortierte Garderobe weiterwandern. Doch ein paar Dinge gilt es auch hier zu beachten. Möchten denn die angehenden Eltern überhaupt etwas haben? Vielleicht wollen sie alles neu kaufen? Und können Sie sich wirklich vorstellen alles zu verschenken? Wer im Hinterkopf den Gedanken hat, dass es doch besser wäre für die Kleider einen Gegenwert zu bekommen, sollte lieber offiziell verkaufen. Unausgesprochene Erwartungshaltungen können Freundschaften sonst ernsthaft gefährden!

Gemeinsam Babysachen aussortieren und Platz schaffen (© Thinkstock)

Gemeinsam Babysachen aussortieren und Platz schaffen (© Thinkstock)

Verkaufen

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Natürlich können Sie zum Freundschaftspreis im Bekanntenkreis verkaufen, auch der Verkauf bei Facebook-Gruppen wird immer beliebter. Eine gute Idee sind auch Elterngruppen wie www.mamikreisel.de – hier wird, ähnlich wie bei ebay Kleinanzeigen zum Festpreis verkauft. Auch das bekannte Auktionshaus ebay ist natürlich eine Alternative – der Verkauf im Internet kann aber mühsam sein, denn immerhin muss jedes Teil fotografiert und beschrieben werden. Hinzu kommen Gebühren und der Aufwand, alles zu verschicken.

Einfacher sind Flohmärkte. Oft muss als Standgebühr nur ein Kuchen gezahlt werden. Am besten sollten verkaufsfreudige Eltern sich vor Ort im Bekanntenkreis erkundigen, hier gibt es oft die besten Tipps für gut besuchte Flohmärkte, bei denen sich der Aufwand, alles zu verpacken und hübsch auf einem Verkaufstisch anzubieten, auch wirklich lohnt. Gemeinsam mit Freunden kann so eine Aktion viel Spaß machen – und Geld einbringen.

Kinder-Flohmarkt in Hamburg (© svensonsan / Flickr)

Kinder-Flohmarkt in Hamburg (Mit freundlicher Genehmigung © svensonsan / Flickr)

Praktisch sind auch spezielle Babyflohmärkte oder Kinder-Basare, die in vielen Orten oder auch Kirchengemeinden oft angeboten werden. Die Kleidung wird nach Größen sortiert abgegeben und zu einem Festpreis verkauft, meist wird ein Teil des Erlöses dann für einen guten Zweck gespendet. Für Verkaufswillige, die ganz wenig Arbeit haben möchten, bieten sich auch Kinder Second-Hand-Läden an, hier muss allerdings meist ein großer Prozentsatz des Gewinnes als Kommission an die Verkäufer abgegeben werden.

Spenden

Wer keine Lust hat, so viel Zeit am Computer oder auf einem Flohmarkt zu verbringen und vor Ort auch keinen Laden hat, der gebrauchte Kindersachen verkauft, muss natürlich die ausgemusterten Sachen nicht für immer behalten. Idealerweise können sie auch für einen guten Zweck gespendet werden. Viele Gemeinden haben Kleiderkammern, die gebrauchte Garderobe annehmen. Auch Sozialkaufhäuser und Frauenhäuser freuen sich über die Spenden von Spielzeug und Kleidung. Ansprechpartner für Kontaktadressen kann meist die örtliche Gemeindeverwaltung geben.

Vorsicht ist bei Altkleider-Containern geboten. Der BR hat sehr ausführlich berichtet, dass leider einige Sammlungen gar nicht gemeinnützig sind und ein unfaires Geschäft mit den gut gemeinten Spenden treiben.

Vorsicht bei unseriösen Altkleider-Sammlungen (© Panthermedia, Beate Tuerk)

Vorsicht bei unseriösen Altkleider-Sammlungen (© Panthermedia, Beate Tuerk)

Seriöse Sammlungen, die wirklich helfen können, sind auf der Website www.fairvertung.de zu finden, hier gibt es auch wichtige Hinweise darauf, wie Nepper, Schlepper und Bauernfänger erkannt werden können und mit gespendeter Kleidung gut und bewusst etwas bewirkt werden kann. Auch viele gemeinnützige Organisationen wie die Caritas und das Deutsche Rote Kreuz haben an vielen Orten Spendenkammern.

Weiterverwenden

Das neue Stichwort heißt hier „Upcycling“ – aus dem Alten etwas Neues machen. Das Internet ist für viele Ideen eine wunderbare Fundgrube. Denn der Fantasie sind meist nur die eigenen technischen Fähigkeiten als Grenzen gesetzt. Aus getragener Kindergarderobe können Kuscheltiere, Kissen, Decken oder neue Lieblingsstücke gestaltetet werden. Wie wäre es mit einer Mütze aus einem Kinderpullover oder einen Tasche aus einem T-Shirt? Alte Kindersocken führen ein neues Leben als lustige Tierchen oder werden als Adventskalender genutzt und aus dem niedlichen Motiven vom süßen Body lassen sich tolle Flicken zaubern. Es gibt so viele kreative Möglichkeiten. Auf www.weupcyle.de finden sich viele witzige und nachahmenswerte Ideen! Auch auf Pinterest gibt es tolle Anregungen.

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann können Babyklamotten später in die Puppenkiste wandern und nun von der Puppenmutter genutzt werden, die das gleiche Kleidungsstück einst trug. Wirkliche Lieblingsteile – die mit dem „Hach“-Faktor, etwa das erste gekaufte Teilchen, die ersten Schuhe oder das Taufkleidchen – sollte vielleicht einfach aufgehoben werden. Wer mag, packt diese besonderen Erinnerungsstücke in einen Rahmen und macht eine kleine Kindheitscollage daraus. Oder gut verpacken und für die echten eigenen Enkelkinder, nicht die Puppenkinder, aufbewahren?

Was machen Sie mit ausgedienten Kindersachen und Babykleidung? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!