Wie und wann lernen Babys das Lachen?

War das eben ein Lächeln? Eltern warten gespannt auf Babys erstes Lachen. Doch wie lernen Babys eigentlich das Lachen? Warum Babylachen für Eltern so wichtig ist und wie Humor gelernt wird, verraten wir gern. Und zeigen Ihnen ein Video, das garantiert den grauen Herbstblues vertreibt, bei Eltern und Kindern.

So klein, so zart und so laut – das Leben mit einem Neugeborenen ist ganz schön anstrengend. Doch dann sind da diese zauberhaften Momente, der Winzling schlummert und die Mundwinkel ziehen sich nach oben. Nur ein Reflex sei dieses „Engelslächeln“ erklären Wissenschaftler. Doch für Eltern ist es wunderbar, denn das Baby wirkt einfach glücklich und friedlich. Ein warmes gutes Gefühl macht sich in Mamas und Papas Bauch breit.

Lachendes Baby mit Mama

Babylachen ist pures Glück (© Thinkstock)

Tatsächlich zeigt eine neue Studie der britischen Universität Durham, dass Ungeborene schon im zweiten Drittel der Schwangerschaft damit anfangen, Gesichtsausdrücke zu üben. Mit einem 4-D-Ultraschall sahen die Forscher das erste Erlernen von Mimik. Lachen ist kompliziert umzusetzen, es sind über 300 Muskeln, die dabei bewegt werden – und viele Botenstoffe nötig, die das menschliche Hirn erreichen. Vor allem das sogenannte Glückshormon Seratonin wird freigesetzt, darum ist das Lachen auch so gesund und wichtig.

Ein Babylachen versöhnt mit durchwachten Nächten

Eltern müssen gar nicht lange auf ein erstes „richtiges“ Lächeln warten. Säuglinge beobachten ihre Eltern gespannt, denn deren Gesichter können sie schon gut sehen. Und gähnt Papa, so macht auch das Kleine den Mund auf. Der Winzling reagiert auf die Stimmen der Eltern und auch eindeutig auf deren Freude. Schon in seinem zweiten Lebensmonat lächelt ein Baby zum ersten Mal bewusst. Es nimmt seine Umgebung immer mehr wahr und zeigt deutlich, was es mag. Für Eltern ist dieses erste Lächeln eine Belohnung für die durchwachten Nächte, denn dieses Lächeln lässt das ganze kleine Gesicht strahlen und kommt von Herzen. Sofort lächeln Eltern zurück und fühlen sich wohler. Und das Kind spürt natürlich auch die Reaktion der Eltern.

Im dritten Lebensmonat entdecken Babys dann den Humor. Studien zeigen, dass ihnen meist gefällt, was auch ihren Eltern gefällt, doch wenn der Nachwuchs zum ersten Mal laut und herzhaft über etwas lacht, dann ist diese Lachen einfach nur pures Glück. Das Baby kann in diesem Alter nun schon sehr gut sehen und beobachtet die Reaktionen der Eltern genau. Finden die es auch zum Brüllen komisch, wenn etwas hinfällt? In diesem Alter bringt vieles Babys zum Lachen: Geräusche, eine Mama, die sich hinter ihren Händen versteckt, Papa, der immer den Bauch kitzelt und noch vieles mehr.

Je älter das Baby wird, desto mehr beginnt es die Reaktionen der Erwachsenen zu testen. Oft werden alle Erwachsenen begeistert aus dem Kinderwagen heraus angegrinst – denn alle lachen so schön zurück. Für Eltern kommt es dann ein wenig überraschend, wenn die kleine Grinsebacke plötzlich ein paar Wochen später nicht mehr jeden anlacht – doch auch das ist normal: Im Alter von etwa fünf Monaten beginnen Babys Zusammenhänge zu begreifen. Und sie unterscheiden fremde von bekannten Gesichtern. Dafür entdecken sie oft auch einen besonderen Humor, werfen leidenschaftlich gern Dinge aus dem Kinderwagen (lustig, wenn Mama das aufhebt), können sich über die eigenen Quietschgeräusche freuen oder aber einfach über Papas Gesang.

Die Magie der Sprache, Wörter als Witze, schätzen übrigens schon Minis. Sie finden einige Laute einfach komisch. Wenn sie mit etwa einem Jahr erste Wörter selbst bilden, freuen sich sich oft über deren Klang – und über die Reaktion der Erwachsenen. Kleinkinder ergötzen sich oft am Klang einiger Wörter. Auch wenn diese für Eltern nicht so witzig sind. Doch die Wortschöpfungen der Kleinen (etwa Bupse statt Mütze) finden Mama und Papa wiederum komisch.

Gemeinsam lachen - Mutter mit Töchtern

Lachen steckt an und ist gesund (© Thinkstock)

Je älter Kinder werden, desto mehr Freude haben sie an Witzen, bestimmten Wörtern, Situationen oder auch Kinderbüchern. Im Kindergartenalter beginnen sie auch selbst Witze zu erzählen oder lachen Tränen über ein bestimmtes Wort („Mama – hast du Pups gesagt?!“). Und auch wenn der Humor nicht immer ganz den der Eltern trifft, ein kicherndes fröhliches Kind besänftigt gestresste Eltern. Manchmal kann man sich auch revanchieren und Witze aus der eigenen Kinderzeit erzählen. Häschenwitze allerdings kommen scheinbar im Jahr 2012 nicht mehr so gut an. Als ich einen Lieblingswitz aus meiner Kindheit erzählte, sah meine 6jährige Tochter mich nur an und sagte: „Und was ist daran bitte witzig, Mama?“ Macht nichts, wir lachten trotzdem. Denn Lachen ist gesund. Es gibt sogar ein Fachgebiet, das die  die Auswirkungen des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit untersucht: die Gelotologie.

Wer sich etwas Gutes tun möchte, findet heraus, worüber das eigene Kind lacht – denn Mitlachen ist gesund. Unser Tipp für trübe Novembertage ist dieser Youtube-Clip:

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