8 Tipps für Autoreisen in der Schwangerschaft

Die Sommerferien sind nicht mehr weit – und Reisepläne für schöne Kurztrips werden geschmiedet. Doch was sollten Schwangere beachten, wenn sie eine lange Autofahrt machen möchten? Wir verraten die besten Tipps, wie werdende Mütter lange Fahrten gut zu überstehen.

Dass Reisen für die werdenden Eltern und das Baby gut sind, da sind sich Ärzte und Hebammen einig. Denn eine gemeinsame Auszeit bringt Erholung, Abstand vom meist stressigen Alltag und tut einfach gut.

Doch Schwangere, die einen Urlaub planen, müssen einiges beachten. Denn Flugreisen beispielsweise sind im letzten Schwangerschaftsdrittel oft schwierig. Und Autofahren? Auch das ist nicht immer ganz einfach. Aber mit unseren Tipps können auch längere Strecken überstanden werden. Damit es auch wirklich mit der Erholung klappt!

Hier unsere Liste mit den 8 besten Tipps um als Schwangere Autoreisen gut zu überstehen:

1. Gute Planung ist alles

Einfach rein ins Auto in ab ins Blaue? Das ist für werdende Mütter nicht so sinnvoll. Lieber sollte man sich ein Ziel suchen – und auch die Strecke gut planen. Denn gar nicht gut wäre es, wenn Sie mitten in der glühenden Mittagssonne in einem Stau feststecken. Daher die Route gut wählen, damit Pausen gut möglich sind. Lieber langsame Landstraßen als rasante Autobahnen, so können Sie die Fahrt auch genießen.

Schwanger mit dem Auto reisen

Autofahren in der Schwangerschaft (panthermedia / ambrozinio)

2. Pausen sind wichtig

Als Schwangere nützt es herzlich wenig, wenn man vor der Abfahrt noch rasch auf die Toilette geht. Pausen um neue WCs kennenzulernen gehören einfach dazu. Denn häufig drückt das Kleine auf die Blase. Nutzen Sie die Pausen am besten auch gleich für einen kleinen Spaziergang. Denn der regt die Durchblutung an – das stabilisiert den Kreislauf und hilft gegen Rückenschmerzen und geschwollene Beine. Bei sehr langen Fahrten sind auch Stützstrümpfe ratsam.

3. An den Komfort denken

Beim Autofahren in der Schwangerschaft ist es wichtig, auf das richtige Anschnallen zu achten. Der Dreipunktgut sollte nicht zu locker über der Brust und unterhalb des Bauches verlaufen. Es gibt auch spezielle Gurte für Schwangere, bei längeren Reisen lohnt sich die Anschaffung, denn es ist bequemer für den Bauch.

Ganz kuschelig und auf jeden Fall mitreisen sollte auch ein eigenes Kissen. Schmerzt der Rücken, kann es dort stärken, ansonsten können Sie sich es so im Autositz gemütlicher machen, wenn Sie ein Nickerchen machen möchten. Auch im Hotel kann es helfen, denn gerade wenn das Schlafen vielleicht schon etwas schwierig ist, sind gute Kissen besonders wichtig.

4. Flüssigkeitsmangel vermeiden

Im Alltag neigen wir alle dazu, zu wenig zu trinken. Für die werdende Mutter und ihr Baby ist es aber ganz besonders wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auch wenn dann auf der Fahrt mehr Pausen nötig sind. Nehmen Sie auf jeden Fall genug Flaschen mit Saftschorle oder Wasser mit, mindestens 6 Liter. Denn auch der Papa in spe muss trinken und wenn Sie am Ziel angekommen sind, wollen Sie ja nicht gleich zum nächsten Supermarkt fahren. Ein kleiner Wasservorrat ist auch im Falle eines unvorhersehbaren Staus sehr wichtig.

5. Unabhängigkeit ausnutzen

Das Gute an einer Reise mit dem eigenen Auto ist die Selbstbestimmung. Denn im Gegensatz zu Flugzeug- oder Bahnreisenden bestimmen Sie selbst, wann es los gehen soll. Nutzen Sie diesen Vorteil und fahren zu einer Uhrzeit ab, die Ihnen gut tut. Leiden Sie etwa unter morgendlicher Übelkeit, sollte es eher am Abend los gehen. Wer hingegen im Laufe des Tages immer mehr Schmerzen in den Beinen hat, fährt besser früh los. Und wenn es Ihnen am Abfahrtstag ganz mies geht? Dann können Sie die Reise auch verschieben.

6. Für den Notfall vorsorgen

Denken Sie auf jeden Fall an den Mutterpass! Sollten Sie medizinische Hilfe benötigen, können alle behandelnden Ärzte sofort sehen, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sind und wie die Schwangerschaft bisher verlaufen ist. Sollten Sie in einen Unfall verwickelt werden, auch wenn er scheinbar harmlos verlief, sollten Sie sich auf jeden Fall untersuchen lassen. Selbst bei einem sehr leichten Auffahrunfall besteht das Risiko einer Plazentaablösung.

7. Auslandsreisen

Möchten Sie eine längere Reise in ein anderes Land machen? Dann sollten Sie sich unbedingt im Vorfeld erkundigen, wie die ärztliche Versorgung vor Ort ist. Sind eventuell irgendwelche Impfungen vorgesehen? Wenn es dabei ins Ausland gehen sollte, dann sollte sie sich im Vorfeld der Reise über die ärztliche Versorgung vor Ort informieren und auch bei Ihrer Krankenkasse nachfragen, ob der Versicherungsschutz gegeben ist.

Einige Länder schreiben auch Impfungen vor, die in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen sind. Detaillierte Informationen über die Sicherheit und die Gesundheitsvorsorge in Reiseländern bietet das Auswärtige Amt.

8. Genießen Sie die ruhige Reise – es wird für lange Zeit die letzte sein

Wenn Sie gesundheitlich fit sind, dann wird diese Reise wunderbar. Gönnen Sie sie sich spontane Pausen in einem schönen Rasthof oder einen gemeinsamen Abendspaziergang. Im Auto können Sie sich unterhalten, Musik hören oder als Beifahrerin schlafen. Das wird sich ändern, wenn das Baby mit an Bord ist. Denn die wenigsten kleinen Menschen schlafen viel im Auto. Pausen sind oft nötig oder eine kleines Animationsprogramm. Und Ihre Musik? Die wird bald verdrängt von Kinderhörspielen. Das ist auch schön. Aber so eine Familienurlaubssreise ist eben etwas ganz anderes als ein Paarurlaub.


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