Kalt und dunkel ist es geworden, nur die leuchtende Lichterkette der Nachbarn erhellt den Nachmittag. Zeit für Muße, zum Geschichten vorlesen – aber vor allem zum Basteln. Denn auch schon ganz kleine Kinder lieben es, aus verschiedenen Materialen etwas herzustellen.
Kunst für die ganz Kleinen
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Kreative Kunstwerke können sogar schon Babys mit Mamas Hilfe herstellen. Ganz Kleine können mit Gips einen Fußabdruck oder einen Handabdruck machen. Im richtigen Rahmen ist das ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Krabbler werden auch Fingerfarben lieben.
Mutige Eltern können den Boden mit Papier auslegen und die Hände des Babys mit Fingerfarbe ausstatten – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Papierstück kann dann in kleine Teile geschnitten werden und gerahmt. Daraus wird entweder ein schönes Andenken oder ein individuelles Geschenk eines frühen Meisters.
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Für das allererste Weihnachtsfest des Babys bietet es sich auch an, gemeinsam Weihnachtsbaum-Ornamente zu gestalten. Vielleicht mögen Sie das Foto des Babys in einen kleinen Holzrahmen packen und das Kind darf mit Fingerfarbe den Rahmen dekorieren?
Oder wie wäre es mit einem Handabdruck auf Fimo? Oder aber Salzteig? Das Plastikmaterial hält nach dem Backen für die Ewigkeit – allerdings muss sehr darauf geachtet werden, dass das Baby wirklich nichts in den Mund bekommen kann. Salzteig schmeckt zwar furchtbar, ist aber ungefährlicher.
Je besser die Feinmotorik der Kinder, desto größer wird auch ihr Interesse an Farben, Stiften und Basteleien. Einige Kinder entdecken die Freude am Gestalten mit etwa einem Jahr, andere mit 18 Monaten. Wichtig ist, dass die Kinder schöne griffige Wachsmaler, Papier und andere Anregungen bekommen. Das fördert die Kreativiät und auch die Motorik.
Auf ein paar Dinge sollte man beim Basteln mit Kleinkindern unbedingt achten:
- Kleinkinder und junge Kindergartenkinder haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Bastelprojekte sollten nicht mehr als 15 Minuten dauern.
- Kleine Kinder stecken alles in den Mund. Knete, Fingerfarbe und Stifte müssen daher unbedingt ungiftig sein – und auswaschbar.
- Beim Malen wird meist nicht nur Papier, sondern auch die eigene Kleidung ‚verschönert’. Daher am besten ein altes T-Shirt vom Papa überziehen oder einen speziellen Malkittel.
- Niemals kleine Kinder unbeaufsichtigt lassen! Nicht nur die Wände und Möbel könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. Viel zu schnell kann ein eifriges Kleinkind auch versuchen, alleine mit der Schere zu experimentieren.
- Vorsicht bei kleinen Teilen! Wenn eine trockene Linse geschluckt wird, ist das nicht gefährlich. Ein Knopf aber schon. Daher sollten kleine Kinder nie alleine mit kleinen Teilen gelassen werden – auch Dreijährige experimentieren unter Umständen gefährlich herum.
- Auch bei Klebstoff sollte darauf geachtet, wie dieser zusammengesetzt ist. Generell gilt: was gut hält und schnell trocknet ist häufig sehr giftig. Kleine Kinder können gut mit Klebstiften arbeiten.
- Fingerfarben sind für kleine Kinder herrlich. Sie können sie mit ihren Fingern spüren, lieben es, dicke Schichten aufzutragen und am herrlichsten ist es, wenn der ganze Körper damit eingeschmiert werden kann. Ein Kunst-Happening, dass lieber in die warme Jahreszeit und nach draußen verschoben werden sollte!
Und was können Kleinkinder basteln?
In der Adventszeit bieten sich natürlich Plätzchen und Lebkuchenhäuser an. Ein Lebkuchenhaus sollte allerdings von der Mutter gut vorbereitet sein – am besten mit Fertiglebkuchen arbeiten. Und das Haus schon ohne das Kind aufbauen. Gemeinsam können dann verschiedene Naschereien in kleine Schüssel gepackt werden, Mama macht den Zuckerguß auf das Häuschen. Und auf den ‚Schnee’ darf dann nach Lust und Laune alles aufgeklebt werden. Ein bisschen Naschen sollte erlaubt sein.
Kleinen Kindern macht aus das Bekleben mit verschiedenen Materialien Freude. Dazu brauchen sie am besten ausgeschnittene Vorlagen aus Pappe. Die machen sich auch am Baum gut. Lebkuchenmänner können mit Knöpfen verziert werden, Tannenbäume mit mit Linsen oder Glitzerpailletten, je nach Lust und Vorrat. |
Besonders lange können Kleinkinder auch an einer Collage arbeiten. Dazu dürfen sie erst buntes Papier in kleine Stücke reißen und anschließend auf eine vorgemalte Vorlage (beispielsweise einen Schneemann) aufkleben. Ganz schön schwierig für kleine Hände, aber das Ergebnis macht ganz stolz.
Ähnlich lassen sich auch Kerzen gestalten. Dazu braucht man verschiedene Farben an buntem Bastelwachs und weiße dicke Kerzen. Die Kinder bekommen kleine Wachstücke, die können sie kneten und auf die Kerze kleben. Die meisten sind mit Feuereifer bei der Sache – und wenn dann das Kunstwerk angezündet wird, leuchten die Augen.
Gips ist eine tolle Sache. Allerdings erfordert er auch Geduld. Kleine Kinder können an einem Tag einen Handabdruck machen – das Anmalen geht aber nun einmal erst nach dem Trocken. Das versteht der ein oder andere Winzling nicht immer. Eine kreative Idee mit Gips ist auch das Modellieren. Wichtig dabei ist, dass der Gips nicht zu feucht wird. Eventuell kann man den Gips auch in Folie packen, damit das Formen leichter wird. Die Kunstwerke können dann später bunt bemalt werden und sind auch ein schönes Geschenk. Eine detaillierte Anleitung dazu findet sich – auf Englisch – hier.
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Gut für einen schnellen einfachen Effekt sind auch Wackelaugen. Das Kind kann beispielsweise einen Milchkarton oder eine Klorolle bemalen. Mit ein paar aufgeklebten Augen wird daraus ein Weihnachtsmann, ein Monster oder ein Engel. Je nach Lust und Laune. |
Im Handel gibt es fertig gespannte kleine Rahmen mit Leinwand. Für Kinder ist es ganz aufregend, sie zu bemalen. Praktisch sind hier Stifte, die sich mit Wasser vermalen lassen. Es ist ganz spannend, wenn die Farbe auf die Leinwand gekleckst wird und das Kind mit Murmel darüber fahren kann. Ein schönes Geschenk ist so eine verzierte Leinwand auf jeden Fall. |
Ein richtig schöne Gabe kann auch Geschirr von Kinderhand verziert sein. Sieht toll aus - und ist eigentlich ganz einfach. Denn mitterweile gibt es Porzellanmaler in Stiftform, mit denen auch schon Kleinkinder Teller oder Tassen bemalen können. Das Kunstwerk muss dann trocken, dann in den Backofen und darf danach sogar in den Geschirrspüler.
Spaß und Überraschungspreis
Egal, was das Kind gestaltet, das Wichtigste ist, dass es ihm Spaß macht. Oft werden die kleinen unperfekten Meisterwerke so schön, dass beschenkte Paten und Großeltern einfach begeistert sind. Oft überreden Eltern ihr Kind auch, doch noch einen Schneemann zu malen oder einen Teller zu verzieren – damit sie selbst auch so ein einmaliges Erinnerungsstück an diese erste Bastelzeit haben.
Bild oben:©istockphoto
Bild Fußabdruck: ©www.make-your-own-baby-stuff.com
Bild Lebkuchenmännchen: ©seewhatwedidtoday.blogspot.com
Bild Gips und Leinwand: ©www.artfulparent.typepad.com
Tütenwal mit Augen: ©EvelynGiggles/flickr.com
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