Stillen in der Öffentlichkeit
Stillen in der Öffentlichkeit / bei der Arbeit
Wie hart in Nehmen sind Sie? Auch wenn es theoretisch heute akzeptiert ist, dass in der Öffentlichkeit gestillt wird, mag sich nicht jede Frau im Café halbwegs entblößen. Es ist auch irgendwie unwürdig, verstohlen am Still-BH herumzufummeln und möglichst unauffällig das Baby zum Busen zu führen.
Lassen Sie sich von einer zweifachen Mutter, die schon zur deutlichen Missbilligung der Angestellten in einem hochvornehmen Möbelgeschäft in Hamburg am Neuen Wall auf einem weißen Sofa gestillt hat (während der Ehemann dort einkaufte), sagen: Wenn Sie mitten in der Fußgängerzone stillen wollen und können, sollten Sie das tun. Ihr Kind wird Sie dafür lieben. Ihr spannender, vielleicht schon tropfender Busen ebenfalls. Konzentrieren Sie sich auf das Kind und ignorieren Sie die Passanten – wenn Sie das Stillen als natürlich empfinden, stehen die Chancen gut, dass kein Mensch hinguckt.
Falls Sie denken, dass Sie beim Stillen in der Öffentlichkeit nervös werden, könnten Sie es einfach mal probieren – und wenn es sich unangenehm anfühlt, zu den Stillzeiten bevorzugt zu Hause oder in der Nähe von Rückzugsmöglichkeiten bleiben. Es gibt ja keine moralische Verpflichtung zum öffentlichen Stillen…
Was berufstätige Mütter betrifft, hat der Gesetzgeber versucht, recht kinderfreundliche Regelungen zu treffen. Ob das gelungen ist und praktisch umsetzbar, können Sie im
Mutterschutzgesetz nachlesen.