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Muttermilch spenden

Schmeckt fremde Muttermilch?

Das Muttermilch das beste Nahrung für Babys ist, ist unumstritten. Was aber, wenn das Stillen nicht klappt? Wie wäre es mit Spendermilch? Es gibt in Deutschland noch etwa 15 Frauenmilchsammelstellen. Warum diese Alternative kaum genutzt wird - lesen Sie mehr...
Einst stillte die Schauspielerin Salma Hayek ein fremdes Kind in der Öffentlichkeit. Eine wilde Diskussion brach aus. Darf man das, die eigene Milch einem anderem Kind geben?

Plötzlich lasen wir von amerikanischen Milchbanken für Muttermilch. Spenderinnen geben dort ihre überschüssige Milch ab, um kranke oder zu früh geborenen Säuglinge mit Muttermilch zu versorgen. Wenn die eigene Mutter nicht stillen kann, ist es für Sorgenbabys immer noch die beste Ernährung. "Nichts geht über Muttermilch. Für die Ernährung von Frühchen ist sie schier unersetzlich," erklärt Dr. Ulrike Röper in einem Artikel über Frauenmilch-Sammelstellen.

In  Deutschland gibt es nur noch etwa fünfzehn dieser Milchbanken  - sie verstecken sich meist unter umständlichen Begriffen wie Frauenmilchsammelstelle, Muttermilchannahme, Frauenmilchaufbewahrung oder Frauenmilchbank. Sie sind alle im Osten Deutschlands, in Westen der Republik gibt es seit 1972 keine Milchsammelstellen mehr.
 
Eigentlich ganz unverständlich, denn die bewährten Einrichtungen haben so viele Leben gerettet. Vor 100 Jahren träumte man nicht einmal von fertiger Flaschennahrung für Babys. Wenn die eigene Mutter das Kind nicht versorgen konnte, musste eine Amme das Kind neben ihrem eigenen mitstillen. Oder der Säugling wurde mit Kuh- oder Ziegenmilch gefüttert. Wenig bekömmlich, die Überlebenschance war gering.
 
Die Wende kam  1907 - ein Verfahren, um Milch haltbar zu machen war entwickelt worden.  "Wer reichlich Nahrung hat, der möge von seinem Reichtum abgeben, wenn es auch noch so wenig ist" - so lautete der Text einer Annonce in der Magdeburger Zeitung im Juni 1919. Die erste Frauenmilch-Sammelstelle war gegründet.
 
Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gab es elf solcher Sammelstellen, darunter in Berlin, Cottbus und Leipzig. Nach Kriegsende wurde ihre Arbeit besonders benötigt. Zu Fuß oder per Fahrrad wurde die abgepumpte Milch abgeholt, weiterverarbeitet und an Entbindungs- und Kinderkliniken geliefert. Die Muttermilch-Spenderinnen erhielten neben dem Milchgeld auch Nahrungszulagen.
 
Erst mit dem Einzug der gut verträglichen Babyfertignahrung in den 60er Jahren schlossen die Muttermilchsammelstellen nach und nach - zumindest in der BRD. Auch im Osten ließen Bedarf und Spendefreudigkeit nach. Interessanterweise kam mit Einführung eines Babyjahrs in des 80er-Jahren in der DDR eine Rückbesinnung zu den Frauenmilchbanken. Der Rekord lag bei 200.000 Litern gespendeter Milch im Jahr 1989.
 
Nach der Wende blieben nur einige wenige Milchbanken erhalten. Es ist in Deutschland kaum üblich, Muttermilch zu spenden oder seinem Baby gespendete Muttermilch zu geben. Jährlich kommen gerade mal 7.000 Liter zusammen. Unsere Nachbarn machen es besser: In Österreich ist die Frauenmilchspende viel verbreiteter und es gibt dort strenge Hygienevorschriften.
 
Die Gründe dafür, dass diese besonderen Spenden bei uns unüblich sind, sind vielfältig: Viele Frauen haben generell keine Probeme damit, überschüssige Muttermilch abzupumpen und die kostbare Nahrung einfach zu entsorgen. Vor allem aber gibt es ausreichend Alternativen zur Muttermilch. Und die Industrie, die hinter dieser Babynahrung steht, ist mächtig.

Immerhin galt in den späten 60er Jahren ja fast sogar die Muttermilch der eigenen Mutter als unhygienisch. Der Gedanke, das eigene Kind mit der Milch einer Fremden - selbst wenn sie aufbereitet ist - zu füttern, ist vielen Frauen völlig fremd. Sie lehnen die Idee nicht ab, sie kommen nicht einmal darauf, dass es diese Alternative überhaupt gibt.
 
Jetzt sind Sie gefragt: Haben Sie schon einmal von dieser Möglichkeit gehört? Oder gar Erfahrungen gesammelt? Würden Sie Ihre Milch spenden? Und wie sieht es mit dem Füttern aus? Ist fremde Milch gut oder ekelig? Was meinen Sie?
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Wäre dankbar für Spende
Absender des Kommentars Doreen 02.02.2012
ich bekomme diesjahr mein 1.kind und möchte sehr gern stillen, sollte dies nicht möglich sein wäre ich froh über eine spende!andersrum werde ich auch spenden, sollt ich (wie alle mamis in unsrer familie) zuviel milch
haben
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Spende? sehr gerne
Absender des Kommentars abendsternchen 10.01.2012
hallo,

ich hatte bisher immer so viel Milch, dass beim Stillen die eine Brust auslief, während mein Kleiner an der anderen die Menge schier nicht wegschlucken konnte. Hätte gerne gespendet (würde das auch wieder tun), aber es gibt ja keine Abnehmer. Da ich mich äußerst gesund ernähre (kein Alkohol etc, auch kaum Süßigkeiten), wäre das sicherlich für Frauen mit wenig Milch interessant... also ab Ostern fließt die Milchquelle wieder :-)
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Ich bin so dankbar...
Absender des Kommentars Maria 30.12.2011
Schon in der SS war für mich klar, ich werde auf jeden Fall stillen. Leider habe ich nicht genug Milch gehabt um unsere Tochter satt zu bekommen. Auch das zusätzliche Abpumpen hat leider nicht geholfen. Ab der 5. Woche kam dann von Heute auf morgen garnichts mehr :-(
Nun bekommen wir MuMi von einer sehr guten Freundin, die mehr Milch hat als Ihr kleiner je trinken kann. Ich bin so unendlich dankbar so meinem Kind doch noch die so wichtige Muttermilch geben zu können, auch wenn Sie nicht von mir ist. Am Anfang war der Gedanke schon ein bisschen befremdlich für uns, aber mittlerweile sind wir einfach nur noch dankbar.
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Habe gespendete Milch bekommen
Absender des Kommentars Katrin 20.11.2011
Ich bin 1981 geboren und meine Mutter konnte mich damals nicht stillen. Die Fertigmilch zu DDR-Zeiten habe ich wegen einer starken Milchunverträglichkeit nicht vertragen, so dass ich immer dünner wurde. Also hat der Oberarzt im Krankenhaus meiner Mutter den Rat gegeben mir gespendete Muttermilch zu geben. Sie ist dann 1x die Woche 70 km eine Strecke gefahren und hat 35 Flaschen tiefgekühlte Muttermilch aus der nächstgelegenen "Sammelstelle" geholt. Nur so habe ich zugenommen und bin gesund geworden. Ist also ne tolle Sache.Die Milch wurde damals auch kontrolliert. Wäre schön wenn das heute wieder mehr genutzt werden würde.
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Würde gerne spenden!!!
Absender des Kommentars Devi 09.11.2010
Ich finde es mit der Möglichkeit Milch zu spenden oder gespendete Milch zu erhalten toll. Habe bis zum 9. Monat gestillt, weil ich mehr als genug hatte und ich ein Problem mit der "Babynahrungindustrie" habe. Es gibt leider viel zu viele Frauen, die das Stillen leider eklig finden.... Jetz bin ich wieder schwanger und hoffe dass das Stillen wieder klappt. Wenns wieder genauso wird, würde ich gerne abgeben....
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?
Absender des Kommentars jenny 03.11.2010
ich finde es super ich konnte leider nur bis zum 3 monat stillen und habe mir immer gedacht wieso gibts sowas nicht mehr wie früher und da..gibts also doch noch.nur ich habe bedenken was ist wenn die mutter der milch raucht oder trinkt wer überpfüft das?
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Würde gerne spenden!
Absender des Kommentars Iscamefa 16.08.2010
Ich habe vor 3 Wochen meine 3. Tochter bekommen und stille voll. Sie ist ein Frühchen weswegen ich die MuMi abpumpe und per Flasche füttern muß. Da ich genug Milch habe und schon einen beachtlichen Vorrat im Gefrierschrank gesammelt habe würde ich gerne spenden. Leider gibt es hier in der Nähe (Bielefeld) und Umgebung keine Muttermilchbank, was ich seeehr schade finde! Bei meiner 1. Tochter hatte ich zu wenig Milch, da hätte ich mich gefreut wenn ich die Möglichkeit einer Spendermilch gehabt hätte.
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ich hab gependete Milch verfüttert
Absender des Kommentars Claudia 28.04.2010
Ich bin Zwillingsmama und hatte nach der Geburt massive Stillprobleme, einen extrem späten Milcheinschuss und da die zwei so stark abgenommen haben, sollte ich im KH zufüttern. Ich hatte das Glück in einer Klinik entbunden, die eine Frauenmilchspendestelle hatte. Als mir diese Alternative vorgestellt wurde, war ich sehr skeptisch. Die Stillberaterin hat sich viel Zeit genommen, mir die Hemmungen zu nehmen. So haben meine Beiden neben meiner Milch zunächst fremde Mumi bekommen.

Für die Zeit bis ich Stillen konnte, war es für uns 3 die perfekte Lösung!
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werde Milch spenden
Absender des Kommentars Isabella 13.02.2010
Ich bin Mutter von einem 6 Monate alten Mädchen und stille sie noch voll. Ich hatte bereits im Rückbildungskurs von meiner Hebamme erfahren, dass man Muttermilch spenden kann (weiss nicht genau wie und wo). Ich finde die Idee super. Wenn man bedenkt, dass man einfach von irgendwelchen Kühen Milch trinkt und das in keiner Weise eklig findet, kann ich nicht verstehen, dass man es anrüchig finden kann, ein fremdes Kind mit Frauenmilch zu versorgen. Also ich werde mich darum kümmern und demnächst Muttermilch spenden, bevor die Stillzeit zu Ende geht.
Hoffentlich klappt's.

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Zufüttern mit Frauenmilch
Absender des Kommentars Gaby 22.07.2009
Bin Mami eines 5 Monate alten Sohnes und kann leider nur zum Teil stillen, weil ich zu wenig Muttermilch habe. Unser Baby hat nach der Geburt sehr viel Gewicht verloren, sodass wir mit Zufüttern beginnen mussten. Wir haben uns damals für Frauenmilch entschieden und ich bin sehr froh darüber. Wir haben später mehrere Versuche mit verschiedenen Pre-Nahrungen gemacht, jedoch hat Julian sie absolut nicht vertragen. Aus diesem Grund bekommt er bis heute zuerst Muttermilch und anschließend Frauenmilch aus dem Fläschchen. Wir leben in Wien und ich bin glücklich, dass es hier eine Frauenmilchsammelstelle gibt. Würde auch, wenn ich zuviel Milch hätte meine Muttermilch spenden, nicht nur um den Babys, sondern auch den verzweifelten Eltern, die nicht wissen, wie sie ihr Baby ausreichend ernähren sollen, zu helfen!
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Tolle Sache
Absender des Kommentars Andrea 26.05.2009
Ich bin Mama einer 5 Monate jungen Tochter und stille voll. Ich bin absoluter Still FAN und kann es überhauptnicht nachvollziehen wenn man "einfach so" nicht stillt. Wenn es nicht funktioniert ist es was anderes. Und solche Milchsammelstellen finde ich toll - es wird doch damit etwas Gutes getan.
Ich würde sogar ein fremdes Kind anlegen wenn damit geholfen werden könnte. Jedes Baby sollte in den "Genuß" kommen dürfen.

So long...;-)
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Hmm
Absender des Kommentars Corinna 20.05.2009
Ja, ich habe bereits davon gehört.
Allerdings wurde mir berichtet, dass es nicht mehr zulässg sei, Muttermilch zu spenden.
Da ich selbst Mutter eines Frühchens bin finde ich diese Möglichkeit sehr gut, da die Milch doch sehr viel mehr beinhaltet, was das Kind einfach zum Wachsen braucht!
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Eine "alte" Idee mit Zukunft
Absender des Kommentars Janin 19.05.2009
Schlimm, dass die Industrie so eine Lobby hat. Ich höre das erste Mal von einer solchen Möglichkeit, wenngleich mir der Begriff Amme nicht neu war. Ich stille zur Zeit voll und würde sofort abpumpen, wenn es in meiner Nähe (und ich komme aus dem Osten) eine solche Stelle gäbe. Ich würde auch sofort ein fremdes Kind anlegen. Man bedenke nur: das kann lebensrettend sein. Solche Milchsammelstellen waren nicht nur spätestens zu Kriegszeiten unentbehrlich. Sie sollte noch heute wieder "aufgeforstet" werden. Ich finde es mindestens so wichtig, wie eine Blutspende. Und da hätte ich auch einen Lösungsvorschlag: Jede Stadt hat einen Blutspendedienst. Dort Milchsammelstellen anzuschließen wäre doch ein Leichtes, wenn das Geld da wäre...
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Stillen ja, aber nur mit eigener Milch.
Absender des Kommentars Rosi 19.05.2009
Hallo, ich stille mein Kind voll könnte mir aber nicht vorstellen mein Baby mit der Milch einer anderen Mutter zu ernähren. Ich kenne das aber mit den Milchsammelstellen, meine Schwester hat Ihre überschüssige Milch immer ans Krankenhaus geliefert und dafür auch gutes "Milchgeld" bekommen. Wenn ich zu viel Milch hätte würde ich auch abpumpen und diese dann auch abgeben bzw. einfrosten um mein Kind noch lang genug damit zu versorgen. lg
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