Eine Fehl-oder Totgeburt ist für die Eltern oft schwer. Wie sollen Sie mit ihrer Trauer umgehen? Das Universitätsklinikum Münster (UKM) bietet Betroffenen nun unkomplizierte psychologische Hilfe an.
In einer offenen Sprechstunden können direkte Fragen an die Therapeutinnen via Chat gestellt werden. Alle Fragen rund um das Therapieangebot und auch um den Verlust des Kindes können im Einzelchat jeden Dienstag 10.00 bis 11.00 Uhr angesprochen werden.
Die eigentliche Therapie läuft über fünf Wochen. Die teilnehmenden Eltern müssen zehn Schreibaufgaben erledigen. Psychotherapeutin Prof. Anette Kersting, die das Projekt entwicklt hat, erklärt, dass sich die Trauerarbeit in drei Phasen gliedert. Die erste Phase beschäftigt sich mit dem Verlust. In der zweiten Phase geht es um den Austausch und darum, wie über die Trauer gesprochen werden kann, um neue Perspektiven zu gewinnen. In der Abschlussphase soll das soziale Netzwerk reaktiviert werden.
Das Projekt für trauernde Eltern läuft bereits seit eineinhalb Jahren. Insgesamt haben 52 Frauen und zwei Männer an der Behandlung teilgenommen. Die Auswertung hat gezeigt, dass es ihnen im Umgang mit der Trauer und dem traumatischen Erlebtem nach der Therapie deutlich besser ging.
Das Team der Internettherapie:
Prof. Dr. med. Anette Kersting, Dipl.-Psych. Kristin Kroker und Dipl.-Psych. Katja Baust
Foto: UK Münster
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