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Röteln

Röteln

Röteln sind eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die von Viren ausgelöst wird. Neben allgemeinen Krankheitssymptomen kommt es zu einem Ausschlag und Lymphknotenschwellungen vor allem im Nacken. Komplikationen sind selten. Gefährlich sind Rötelinfektionen in der Frühschwangerschaft, da sie zur Schädigung des Embryos führen können.
Deshalb sollten alle Mädchen zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr geimpft werden, auch wenn Sie als Kind Röteln hatten oder bereits geimpft wurden. Die Kinder werden heute in der Regel gemeinsam mit der Masern-Mumps-Impfung gegen Röteln geimpft. Röteln kann man nur einmal bekommen.

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, also die Inkubationszeit beträgt 14 - 16 Tage.
 
Symptome:

Symptome im Anfangsstadium ohne Ausschlag wären schmerzhafte Lymphknoten, Kopfschmerzen und leichtes Fieber. Später entwickeln sich hellrote Flecken im Gesicht, die heller und kleiner sind als bei Masern, selten größer als eine Linse. Sie verschmelzen nicht miteinander und sind oft von einem helleren Hof umgeben; häufig schwellen die Lymphknoten am Hals und im Nacken an.
 
Das Fieber steigt meist nicht über 38 Grad, größere Kinder und Erwachsene haben gelegentlich Gelenkschmerzen. Röteln sind schon sieben Tage vor Beginn des Ausschlags und die ersten Tage danach ansteckend.
 
Komplikationen:

Eine Entzündung des Gehirns ist bei etwa 1 von 6000 Erkrankten möglich.

Die am meisten gefürchtete Komplikation ist die Infektion mit dem Rötelnvirus während der Schwangerschaft. Hier sind starke Organmißbildungen des Embryos zu erwarten, vor allem Augenfehlbildungen (70%) , Taubheit (60%) ,  Herzmißbildungen wie z.B. nicht geschlossene Herzwände (50%)  und geistige Schäden (45%).
Bei dieser Erkrankung wird den betroffenen Frauen in vielen Ländern eine Abtreibung aus medizinischer Indikation ermöglicht.
 
Besonderheiten:

Vom 14. Lebensmonat an ist eine Kombinations-Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln möglich. Auffrischung vom sechsten Lebensjahr an.
 
Therapie:

Fiebersenkende Mittel und lokale Wärme im Bereich der schmerzenden Lymphknoten.
Ein den Erreger direkt bekämpfendes Medikament gibt es nicht.
 
Was können Sie selbst tun?

Isolieren Sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken und vermeiden Sie vor allem den Kontakt zu schwangeren Frauen oder Frauen, die nicht gegen Röteln geimpft sind. Ansteckungsgefahr besteht bis ca. 10 Tage nach Ausbruch der Symptome!
 

© www.kinderarzt.at by Dr. Peter VoitlDr. Peter Voitl

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