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Am Bedarf vorbei...

Immer Stillen, wenn das Baby will?

Babys werden heute nach Bedarf gestillt. Nach ihrem Bedarf. Ständig die Brust rein? Nicht mit mir. Meine beiden Kinder bekamen etwa alle vier Stunden etwas zu trinken. Völlig am Bedarf vorbei? Lieblos? Ich finde nicht...
Die spinnen die Mütter. Manche auf jeden Fall. Gestern hat mir eine Bekannte freudestrahlend erzählt, dass sie ihren Sohn sechs Stunden im Stück gestillt hat. Sechs Stunden?!
 
Auch mir hat die Hebamme im Krankenhaus lang und schlapp erzählt, dass man die Kinder nach Bedarf stillen soll. Und den haben Neugeborene eigentlich immer. Man kann so einen kleinen Wurm gar nicht verwöhnen. Ich fand das schlimm. Der Gedanke gefiel mir einfach gar nicht. Nicht falsch verstehen, ich habe meine Töchter (jetzt 1,5 und 4 Jahre alt) gerne gestillt. Aber ich wollte kein lebender Schnuller auf zwei Beinen sein.
 
Auch die Nachsorgehebamme blies in ein ähnliches Horn. Sie war zwar von meiner Süssen beeindruckt, aber sie meinte auch, das ich das Kind soviel wie möglich anlegen sollte. Und ich fühlte mich damit total unwohl. Stillen, wickeln, stillen. Kurz spazieren gehen und wieder das ganze von vorn. Mütterliche Lebensqualität gleich null. Mein Mann fühlt sich ausgeschlossen und Neles Welt war eine riesige rosa Brust.
 
Nach drei Wochen war ich am Ende. Dann kam meine Mutter zu Besuch und sorgte dafür, dass Nele kein Flaschenkind wurde. Sie erzählte, dass sie mich und meinen Bruder alle vier Stunden gestillt habe. Das war damals einfach üblich. Und irgendwie fand ich das einleuchtend einfach.
 
Und genauso habe ich es gemacht. Bei meiner Nele und auch bei ihrer Schwester Mari. Die erste Mahlzeit gab es um 8 Uhr, dann um 12 Uhr, um 16 Uhr, 20 Uhr und nochmal gegen Mitternacht (vier Uhr fiel recht schnell aus). Und das ging super. Wenn Nele am Anfang schrie und suchend ihre Nase in mich reinstupste, ging mein Mann mit ihr spazieren oder kuschelte mit ihr. Da er nicht nach Milch roch, ging das gut. Und ab da trank die kleine Maus auch viel besser.
 
Auch meine zweite Tochter stillte ich in einem vierstündigen Rythmus. Wenn ich merkte, dass sie sehr hungrig war, waren es auch mal nur drei Stunden - wenn ich unterwegs war oder die Schwester erst versorgen musste, auch mal fünf Stunden. Es klappte bestens. Kein Wunder, meine ich. Säuglinge können nun mal nur weinen. Damit wollen sie doch nicht immer mitteilen, dass sie hungrig sind. Vielleicht möchten sie auch kuscheln, ihnen ist langweilig oder sie haben eine volle Windel. Wie sollen sie ihre Bedürfnisse richtig kennen lernen, wenn ihnen jedes Mal eine Brustwarze in den Mund gestopft wird, sobald sie ein Lebenszeichen von sich geben?
 
Als ich dann andere Mütter traf, die oft müde und ausgezerrt wirkten, erntete ich für meinen Stillrythmus Unverständnis. Ich würde auf die Bedürfnisse meines Kindes nicht eingehen, sei lieblos und pedantisch. Das hat mich traurig gemacht.
Aber es ist wohl noch immer so, dass es beim Stillen nach Bedarf nicht nach den Bedürfnissen der Mutter geht. Und auch nicht wirklich nach denen des Kindes. Brust rein, schreien ausgestellt. Sechs Stunden Dauernuckeln inklusive...
 
*Namen von der Redaktion geändert 
 
Dieser Text stammt aus der Rubrik "Rabeneltern". Mama und Papa können dort anonym bekennen, was sie alles nicht so machen wie im Lehrbuch.... 
 
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genauso
Absender des Kommentars simone 02.11.2010
erstmal was für ein zufall..meine tochter heißt auch nele !
ich handhabe es genau wie du u habe damit nur positive erfahrungen gemacht .
ich bin überhaupt keine rabenmutter im gegenteil !
außerdem wird das schon jahrzehnte so gehandhabt u ich denke jedes kind sollte einen rhytmus haben , das ist für das zusammenleben
sehr wichtig !
auch bei meinen 2 anderen kindern habe ich es so gemacht .
bei meiner nele gibt es nur einen unterschied ..ihre hauptschlafphase ist von 20 - 2 uhr . aber vielleicht ändert sich das noch .
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Versteh dich total
Absender des Kommentars Carina 04.02.2010
Ich habe zwar (noch nicht, bin im 6. Monat ss und möchte beim zweiten gerne) gestillt. Aber auch ich habe mir meinen Sohn "erzogen!" was das Flasche geben betrifft. Es ist sehr wichtig das Kinder einen Rythmus haben, dem man dem Kind auch vorleben muss. Man bekommt keine Kinder um nach ihrer Nase zu tanzen. Wenn sie es nicht frühzeitig lernen können diese Eltern warscheinlich später auch nicht konsequent sein.... Ich habe mein sohn zum beispiel abends extra geweckt für die letzte flasche (gegen 23 Uhr) damit er nachts durchschläft. Und ich muss sagen das es sofort geklappt hat. Ich bin durch den schlaf ne ausgeruhte Mama die sich den ganzen Tag ausgeruht ums Baby kümmern kann und die kleinen bekommen einen gesunden Tag Nacht rythmus!!!
Also ich werde mein zweites Kind auch nicht aus spaß nuckeln lassen. Man kann auch einfach so mit ihnen kuscheln oder die kleinen auch im Haus ein paar std. im tragetuch tragen um so dem kuschelbedürfnis der kleinen nachzukommen!!!!
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Nicht dein Ernst oder?!
Absender des Kommentars Doreen 26.11.2009
Also nur weil man nach Bedarf stillt, heißt das doch nicht, dass man andere Bedürfnsse vernachlässigt.....Stillen heiß nicht nur Nahrung geben, sondern eben auch Kuschel und Geborgenheit geben. Jede Mutter wird doch vorher mal schauen woran es liegt und wenn sie sieht die Windel ist voll, wird sie es deswegen nicht stillen. Du hast eine Vorstellung. Und zum Thema Melkmaschniene. Einige Eltern sind nun mal breit, das für ihr Kind zu tun, eben nach Bedarf stillen und ich würde nie auf die Idee kommen, mich wie ene Melkmaschiene zu fühlen. Ich tue das doch für mein Kind und geht es meinem Kind gut, geht es auch mir gut! Babys haben zudem ein natürliches Saugbedürfniss, naja das kann man ja auch prima mit nem Nuckel lösen, ist ja besser als Mamas Busen.....Und ich bezweifle arg, dass das wirklich nach dem Bedürniss deines Kindes ging, statt die Brust zu bekommen, an den Papa abgegeben zu werden.
Mich würde interressieren wie lange du letztlich gestillt hast, wohl nicht sehr lang.....
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Stillen mal wörtlich genommen
Absender des Kommentars Stademama 26.11.2009
Aha - Kinder haben sich also einem 4-Stunden-Rhytmus anzupassen. Ein kleines Würmchen, vielleicht sogar ein Wunschkind, soll das leisten, was viele Erwachsene nicht mal hinkriegen und sich in Geduld üben. Das Hirn hat übrigens deshalb so viele Windungen, damit man auch mal die Denkrichtung wechseln kann.
Z.B. in diese hier: Stillen heißt Stillen, weil es die Bedürfnisse eines Babys/Kleinkindes stillt und die beschränken sich nun mal nicht nur auf dieNahrungsaufnahme. Einem Kind die Brust zu geben ist auch Nahrung für die Seele und die hat eigentlich immer Hunger. An Mama zu nuckeln bedeutet außer satt zu werden auch Wärme, Liebe, Nähe, Sicherheit, Geborgenheit. Von dem lebenswichtigen Elexir, das da rauskommt mal ganz abgesehen.
Nichts und niemand kann dieses Gefühl für ein Kind ersetzen. Auch keine noch so teure Babyausstattung und Hightechspielzeug. Es ist das Normalste von Welt, seinem Kind dann die Brust zu geben, wenn es danach verlangt. Babys haben Rechte, aber keine Pflichten!
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Will keine Melkmaschine werden.
Absender des Kommentars Sanne 05.11.2009
Ich bekomme im März mein erstes Kind. Meine beste Freundin, Typ perfekte Mutter, ist der Meinung, das ich meinen Kleinen am besten immer und überall stillen soll. Weil Muttermilch das gesündeste und beste überhaupt ist. Und weil ich ja auch immer und überall stillen darf. Auch beim netten Italiener um die Ecke. Das ich das darf, und Muttermilch gut ist weiß ich auch. Aber ich bin keine menschliche Melkmaschine und will auch keine werden. Und ich will mein Kind nicht in der Öffentlichkeit stillen. Nicht, weil ich gegen das stillen bin, sondern weil ich noch ein bisschen an meiner Privatsphäre hänge. Für solche Fälle möchte ich abpumpen. Und er muss ja auch nicht ständig nuckeln. In vielen Fällen trinken sie ja eh nicht, habe ich mir sagen lassen. Sie war von meinen Ausführungen beeindruckt. Im negativen Sinne. Ich würde das falsch sehen. Sie hat übrigens nach drei Monaten abgestillt. Ihre Tochter hätte einfach zu lange zum trinken gebraucht. Und das hat sie irgendwann genervt.
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Der selben Meinung
Absender des Kommentars Marion 19.08.2009
Stefanie, Du hast mein vollstes Verständnis und ich bin auch Deiner Meinung. Ich habe zwei Töchter, davon konnte ich die zweite 1 Jahr stillen und das ungefähr aller 4 Stunden, denn man muss nicht ständig auf die Uhr schauen, denn die Kleinen gewöhnen sich an einen Zeitrythmus. Und wenn sie eben mal früher kam, dann gab es eben etwas früher oder wenn etwas später, dann gab es eben später. Wir essen doch auch nicht ständig.
Da ich mein 3. Kindchen im Dezember bekomme und ich hoffe, dass ich auch dieses stillen kann, dann werde ich es genauso handhaben, wie ich es bereits bei meiner Tochter getan habe.
Das Stillen soll doch für Mutter und Kind angenehm sein und nicht in Stress ausarten.
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Stillen nach Bedarf
Absender des Kommentars Christine 18.08.2009
Ich habe meine beiden Söhne nach Bedarf gestillt. Und es ging super und ich habe definitv nicht 6 Stunden am Stück ein Kind an der Brust gehabt! Allerdings hatte mir eine Hebamme beim ersten im KH gesagt, dass das Kind so lange es möchte an der Brust bleiben dürfe... Gott sei Dank gabe es aber auch noch andere Meinungen! Denn sonst hätte ich binnen kürzester Zeit abgestillt!
Meine Kinder haben nicht immer einen Busen in den Mund bekommen, wenn sie sich gemeldet haben. Ich habe immer erst geschaut, woran es liegen könnte. Vielleicht Langeweile, Einsamkeit... So hat sich von ganz alleine ein relativ fester Rhytmus eingestellt. Der allerdings in den Wachstumsphasen sehr verkürzt wurde.
Ich Kann nicht verstehen, wie man ein Kind nach der Uhr stillen kann. Denn ich esse ja auch nicht immer nach vier Stunden...
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Stillen...
Absender des Kommentars Vicky 16.08.2009
...endlich mal jemand,der mir aus der Seele spricht. Bei meinem Sohn (5Jahre) war das Anfangs ganz genauso. War man doch total unerfahren und hat jedes Wort der Hebamme soo für Wahr genommen. Man will nix alsch machen, aber genau damit, finde ich vergeht einem die Lust am Stillen und für eine Zeit dachte ich auch ans sofortige Abstillen. Bis meine Mutter mir erzählt hat das Sie uns als Kinder auch nur alle vier Stunden gestillt hat und im Krankenhaus damals wurden einem die Babys auch nur alle vier Stunden zum Stillen gebracht. Von da an ging alles viel besser und zwar auch mir. Man hatte nen vernünftigen Rythmus und konnte seinen eigenen Bedürfnissen folgen ohne dem Kind das Wichtige Stillen zu nehmen, aber es eben auch nicht verhetscheln und an einen Rythmus gewöhnen.
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Genau das
Absender des Kommentars Christin 14.08.2009
Ich selbst hab zwar nix kleines was ich stillen könnte ( klappt noch nicht), aber ich denke ich würde es acuh so machen wie du. Wenn man sich überlegt das auch "Flaschenkinder" in dem selben Rythmus gefütter werden finde ich das nicht verwerflich.
Ich selbst bin nicht gestillt worden, und habe mit nem knappen halben jahr durch geschlafen, meine eltern damals noch landwirte waren heil froh drum.
Meine schwester hat nie eine brust oder flasche bekommen sie wurde erst per sonde ernährt und ist mit 6 monaten auf brei umgestiegen worden.

Ich finde dein konzempt klasse
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