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Kein Kampf ums Schlafen

Wann geht's ins Bett?

Diskussionen um Bettzeiten bedeuten genervte Eltern und nörgelige Kinder. Bei uns nicht. Unsere Tochter (3) darf selbst bestimmen, wann sie ins Bett geht. Das ist einfach wunderbar und uns dreien geht es prima damit. Wenn uns nur nicht ständig andere Leute erzählen würden, wie unmöglich sie das finden.
Lena ist ein Wirbelwind. Sie liebt es zu lachen, zu toben und zu kuscheln. Unsere dreijährige Tochter ist furchtbar neugierig und will nur nichts verpassen. Darum geht sie auch nicht gern ins Bett. Nur wenn sie sehr, sehr müde ist.
 
Und darum darf sie auch so lange aufbleiben, wie sie möchte. Wir finden das wunderbar. Um acht Uhr fängt bei uns ein normaler Tag an, wir machen uns fertig und ich bringe Lena rasch in die Kita. Dort gibt es dann für sie Frühstück. Mein Mann und ich arbeiten beide im Medienbereich - er in einer Werbeagentur, ich als Beraterin in einem Verlag. Klar, dass wir da beide ziemlich unter Strom stehen. Gerade bei Stefan wird es nach vielen Meetings abends oft spät.
 
Da ich im moment nur 30 Stunden in der Woche arbeite, kann ich Lena dann um 16 Uhr im Kindergarten abholen. Danach gehört der Tag uns, wir gehen zum Spielplatz, in die Bibliothek, backen gerne oder entdecken die Natur. Wenn der Papa gegen 20 Uhr nach Hause kommt, essen wir etwas Warmes, machen lange Leserunden zu dritt im Bett, spielen Spiele, bauen Lego. So gegen 23 Uhr geht Stefan ins Bett, oft schläft Lena an ihn gekuschelt ein. Manchmal auch im Wohnzimmer, dann trage ich sie in ihr Bett.
 
Am Morgen werden wir von einem fröhlichen Lenchen gegen 7 Uhr geweckt. Und dann fängt wieder ein Tag an voller Stunden mit Arbeit und voller Stunden mit Familienglück. Es ist einfach toll so.
 
Nur andere Leute nerven. Meine Mutter findet unseren Tagesablauf unmöglich. Stefans Eltern reden sowieso nicht mit mir, weil ich Rabenmutter schon seit dem Lena ein Jahr alt ist wieder arbeite. Dass man sein Kind und seinen Job lieben kann, wollen sie nicht verstehen. Auf ihr vorwurfsvolles "Und wann machst du den Haushalt?" habe ich nur geantwortet, dass wir dafür eine Putzfrau haben. Empörtes Kopfschütteln.
 
Auch die neue Erzieherin sprach mich darauf an. Lena war bis vor vier Wochen in der Krippengruppe - jetzt ist sie in die Kindergartengruppe gekommen. Dort gibt es keinen Mittagsschlaf mehr. Den vermisst Lena ein bisschen, sie schläft meist kurz auf der Autofahrt beim Abholen ein. Was sie wirklich vermisst, ist ihre alte Erzieherin. Die Neue ist ein bisschen der überbesorgte Typ - finde ich. Sie meint, Lena wäre überdreht und würde wenig auf andere Kinder eingehen. Ich solle dafür sorgen, dass sie mehr schläft und mehr Kontakt zu Kindern hat.
 
Die Kritik stimmt nur leider gar nicht. Lena ist schon den ganzen Tag mit Kindern zusammen und verbringt einfach gern den Rest des Tages nur mit mir oder Stefan.
 
Und unsere Tochter geht gern spät ins Bett und mag die gemeinsamen Abende mit uns Eltern. Und wir Eltern lieben die Abende mit unserem Kind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Kleine Punkt 19 Uhr ins Bett lege (vor allem wenn es noch hell ist!) und dann stundenlange Machtkämpfe mit ihr austrage. Wenn ich solche Geschichten von anderen Müttern höre, kann ich das echt nicht verstehen. Und das Argument, dass man auch mal Zeit für sich braucht, verstehe ich nicht. Klar, an einigen Abenden kümmert sich Stefan mehr, etwa wenn ich meinen Yogakurs habe oder wenn ich mich mit einer Freundin treffe.
 
Egal was andere sagen. Ich finde unser Modell für uns optimal. Es ist doch das schönste auf der Welt, als kleine Familie zusammen den Tag ausklingen zu lassen. Ohne Kampf, aber mit viel kuscheln.
 
*Namen von der Redaktion geändert
 
Dieser Text stammt aus der Rubrik "Rabeneltern". Mama und Papa können dort anonym bekennen, was sie alles nicht so machen wie im Lehrbuch.... 
 
Wir freuen uns auch über Ihre Elternerlebnisse. Wer uns unter Rabeneltern- Einsendungen ein Erlebnis oder ein Bekenntnis schickt, kann ein altersgemäßes Kinderbuchpaket gewinnen!
 
 
 
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Ich habe auch kein Verständniss dafür....
Absender des Kommentars Riette 03.12.2010
Das ist nur das schlechte Gewissen, weil man das Kind den ganzen Tag nicht sieht. Finde es nicht gut, Kinder brauchen feste Zeiten und ich finde nicht, dass ihr 9Stunden Schlaf reichen.
Wie schon geschrieben, wie soll es werden, wenn sie früher aufstehen soll und in die Schule gehen soll......
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kinderzeit eben
Absender des Kommentars Melanie 27.11.2010
Diese Familie hat ganz eigene Prioritäten.Was Mir allerdings auffällt ist das warum es bei ihnen so ist. Die Eltern sind berufstätig und wollen dies sein. Würden sie ihr Kind um 7 uhr schlafen legen hätte die Mutter lediglich von 16-19 uhr satte 3 stunden Zeit um den Tag abends mit ihrer Tochter zu verbringen plus die 1-2 stunden am morgen. Da das frühstück der kleinen im kiga stattfindet, ebenso das mitagessen hätte die kleine auch keine gemeinsame mahlzeit mehr mit dem vater. Dieser sähe die kleine nach dem otto-normal.modell nur noch morgens die 1-2 stunden. Das ist sehr wenig. Daher kann ich verstehen dass die eltern sich gern abends die zeit nehmen. Stellt sich allerdings die frage, wie das ganze funktionieren soll, wenn lena später früher aufstehen muss, wenn sie in die schule kommt. Dann wird sie abends eher schlaf brauchen. Für alle Familien universell anwendbar finde ich das modell nicht.Unsere Kinder haben ihre Kinder-elternzeit tagsüber, die kämpfen abends nicht mehr darum.
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warum nicht
Absender des Kommentars Nadine 18.07.2010
jedes kind ist anders
bei uns würde das nicht funktionieren sie braucht ihre 12 -13 std schlaf sie wird bald 5 sonst ist sie morgens mies gelaunt und wir bekommen sie nicht aus dem bett
aber die gleichaltrige tochter wird nach ca 8 std von alleine wach und ist topfit und schläft auch mittags nicht mehr
jede familie muß ihren eigenen rythmus leben
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mittlerweile feste zeiten
Absender des Kommentars Svetlana 27.02.2010
die erste zeit mit lara hat sie auch keine festen zeiten zum schlafen gehabt.sie ist jetzt 2 1/2 und seid ihre schwester vor einem jahr auf die welt kam- ist lara auch ins bett, wenn wir ins bettsind- d.h. so gegen 23 uhr.hat dafür tagüber aber immer wieder geschlafen.seid einem jahr habven wir feste zeiten zum schlafen gehen.lara gegen 19.30 und ihre schwester um 18.30/19 uhr. lara macht keinen mittagschlaf, sie liegt auf dem sofa und guckt nen kinderfilm und die kleine schläft.beide werden recht früh wach und sind dann auch kleine wirbelwinde.
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Familienzeit
Absender des Kommentars Steffi 15.12.2009
Unser Felix hat auch keine festen Zubettgehzeiten. Da mein Partner nicht gerade früh am Abend nach Hause kommt und auch immer zu verschiedenen Zeiten, würde er Felix nur selten in der Woche sehen wenn Felix schon um 19 Uhr im Bett wäre. Wenn Papa nach Hause kommt wird gemeinsam zu Abend gegessen und dann kuscheln Beide vor dem Fernseher und geniesen es.Ich habe auch schon versucht Felix früh ins Bett zu bringen, er schläft auch anstandslos ein, doch besser aufstehen kann er in der Früh dennoch nicht,also was solls.
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20 Uhr funktioniert bei uns prima!
Absender des Kommentars EmKa 14.09.2009
Also ich find die Idee der Autorin gar nicht so schlecht. Allerdings würde das für uns nicht funktionieren, denke ich. Und ich werds auch nicht versuchen, denn bei uns klappt alles reibungslos.

Lass die anderen Leute doch reden! Ist doch euer Leben!!!!
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Jeder hat andere Erziehungsmethoden
Absender des Kommentars Marion 19.08.2009
Ich gebe zu, dass dies keine Regelung für uns wäre, aber es macht ja jeder, wie er es für richtig hält und zu recht kommt. Eine Freundin hält dies auch so und kommt damit klar. Deren Junge (1 Jahr) geht auch meist erst gegen 22.00 Uhr ins Bettchen.
Ich habe bereits zwei große Kinder (21 & 12 ) und bekomme im Dezember meinen 3. Nachwuchs. Mit den beiden Mädels habe ich, als sie klein waren, jeden Abend spätestens 19.30 Uhr den Tag ruhig ausklingen lassen. Wir kuschelten und ich las ihnen dabei Geschichten oder Märchen vor, die sie zum Teil selbst wählten oder ich sang Liedchen, dabei schlummerten sie so langsam ein.
Nur selten, wenn sie krank waren, hatten wir die "am - Abend - Schreiphase".
Da jedes Kind anders ist, hoffe ich, dass dies bei meinem 3. Kindchen ebenso funktioniert und ich diesen Tagesabschluss genauso vollziehen kann, wie bei den beiden Großen.



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Einen Versuch wert
Absender des Kommentars Christine 18.08.2009
Ich kenne die Kämpfe jeden Abend. Mein Großer, er wird im November drei, macht das seit kurzem jeden Abend. Erst war es nie ein Thema, dass er um ca. acht im Bett war. Jetzt wird es halb zehn und später. Und wir sind beide nicht glücklicht damit, weil es immer ein Kampf ist. Darum finde ich die Idee sehr interessant und werde es einfach mal versuchen. Auch wenn ich die Zeit abends eigentlich für mich alleine bräuchte. ( ich bin alleinerziehend )
Danke für die gute Idee
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Nich wirklich
Absender des Kommentars Christin 18.08.2009
Also meins wäre es nicht. Ich kann euch verstehn wieso ihr das so macht aber nach meiner meinung gehören kinder/Babys zu 8uhr ins bett wenns ausnahmen gibt mal 9uhr.
Ich möchte ja acuh irgendwann mal etwas runter fahren, und mit meinem mann kuscheln oder die familienplanung vorran treiben ;).
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Kein Verständnis
Absender des Kommentars Verständisslose 18.08.2009
Bin ich hier die einzige, die das normal findet, dass kleine Kinder spätestens um 20 Uhr im Bett sind?
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So hab ich's auch gemacht.
Absender des Kommentars Andrea 14.08.2009
Ich habe meine Tochter auch nicht zu einer bestimmten Zeit zu Bett geschickt.
Sie ist schlafen gegangen als sie müde war und das hat sich im Laufe der Zeit so eingependelt, das sie früher zu Bett ging als die Kinder, deren Eltern einen Zeitplan hatten.
Das gleiche galt für, "ne Cola trinken". Ich habe es ihr nie verboten und..... sie hat sie nicht gemocht. Alle verbotenen Sachen sind interessant. Verbietet man sie nicht, sind sie schnell langweilig.
Ich fand in meiner Kindheit selbst die 20 Uhr Nachrichten interessant. Hauptsache war, ich konnte noch 5Minuten länger aufbleiben.

Meine Tochter ist jetzt fast 18 Jahre alt und das Späte zu Bett gehen, hat ihr nicht geschadet.
Im Oktober bekomme ich meine 2. Tochter und da werde ich es genauso handhaben wie bei meiner Grossen.
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Jedem das seine
Absender des Kommentars Auch ne Mutter 03.08.2009
Also meins wäre so ein Leben nicht. Ich glaube auch, dass das nicht lange gut geht. Die Erzieherin hat schon vielleicht doch recht? Trefft Ihr Euch nie mit anderen Eltern und deren Kindern? Freunden? Und Ihr? Braucht Ihr wirklich NIE Zeit ohne Nachwuchs? Wir schon. Sonst wäre ich wohl auch nicht mit Nr. 2 schwanger ;)
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