Baby nach Totgeburt?

Lubomira 03.11.2010

Frage:
Guten Tag, ich hatte eine Totgeburt (36+5 SSW, Junge, 48cm, 2600g) mit dem Befund: eine unfixierte, 220g schwere Plazenta, der Durchmesser 14cm bis 8 cm anhaftende Einhäute. Die Endzotten der Plazenta zeigen zahlreiche Gefässanschnitte, sie sind fibrosiert und verplumpt. An der Oberfläche immer wieder knötchenförmige Trophoblastproliferationen. Subchoriale Fibrinabscheidungen mit gitterartigen Umschliessungen von Zottenarealen. Partielle Fibrinabscheidungen in den Einhäuten. Ergebnis: Zottensklerose der Plazenta und Tenney-Parker- Phänomene. Zusätzlich subchoriale Gitterinfarkte. Meine Schwangerschaft verlief problemlos, ohne Blutungen, nur einmal war Zucker bisschen hoch, danach wurde es regelmäßig kontrolliert und alles war in Ordnung. Nur ab ca 29 SSW wurde mein Bauch oft und für länger hart und hat weh getan. Mein FA hat aber immer gesagt dass alles passt, dem Baby geht es gut und hat mich Heim geschickt. Ich weiß bis heute nicht genau was da passiert ist, habe kein Vertrauen mehr zu meinem FA, (suche eh schon anderen) deswegen bitte ich Sie um Hilfe. Meine Frage ist : Was bedeutet der Befund? wir hätten gerne noch ein Kind aber ich habe ziemlich grosse Angst. Kann man so etwas früher erkennen und kann ich oder ein Arzt das verhindern/etwas dagegen tun? Vielen Dank Mfg Lubomira


Antwort:
Liebe Luromira,

es tut mir leid, dass Sie ihr Baby verloren haben. Offensichtlich gab es wohl eine Minderversorgung durch die Plazenta, die mehrere Gründe haben kann.
 
Um das genau zu verstehen ist es leider unumgänglich, dass Sie sich einen neuen Gynäkologen suchen, der mit Ihnen den Befund durchgeht, eine ausfühliche Anamnese erhebt, denn es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, wie Familienanamnese, Alter, Bltdruck, Rauchen, Schwangerschaftsvergiftung, die beachtet werden müssen, um herauszufinden, ob es ein ursächliches Problem gab, oder ob man von einem schicksalhaften Verlauf ausgehen muss.
Grundsätzlich müssen sich solche Unglücke aber nicht wiederholen, allerdings empfehle ich in diesen Fällen immer eine ausführliche Diagnostik bei einem Gerinnungsspezialisten, weil häufig sich familiär vererbte Risikofaktoren im Gerinnungssystem hinter solchen Komplikationen verbergen, die in einer weiteren Schwangerschaft aber erfolgreich behandelt werden können.
Ich wünsche Ihnen alles Gute.
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