Sohn schläft schlecht

sabrina 14.12.2009

Frage:
Schönen Guten Tag Herr Dr.Voitl. Mein Mann und ich haben mal ein paar Fragen. Im moment sind wir ziemlich ratlos, deshalb wenden wir uns an Sie. Unser Sohn ist 1,5 Jahre alt. Und schläft seit Monaten sehr schlecht ein. Das heisst, ich muss mich hinsetzen und er schläft auf dem Arm ein, leg ihn dann in sein Bett, nachts wird er wach und will bei uns mit ins Bett!! Ohne das ich ihn abends nicht zum einschlafen bringe, schläft er nicht ein, sondern schreit!!! Bekommt richtige Schreianfälle.. Was/wie können wir damit umgehen? Hat er Angst,tut ihm was weh????? Im Moment merk ich auch, das sein Verhalten gegenüber anderen ziemlich schüchtern wirkt, fängt gleich an zu schreien... Was steckt in den kleinen? Ist es so, das wir vor Ort unseren Kinderarzt aufsuchen müssen? Wir würden uns freuen, wenn wir von Ihnen bald eine Nachricht erhalten!!! Vielen Dank im vorraus


Antwort:
Sie sollten jedenfalls professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um den enormen Druck aus der Familie zu bekommen. Ich würde zu einer kinderpsychologischen Unterstützung raten.

Es ist ganz natürlich, dass ein Kind sich im Bett der Eltern am wohlsten fühlt. Hier findet es Wärme, Geborgenheit und Nähe. Diese Tatsache kann aber im Lauf der Zeit zum Problem werden. Ein Kompromiss kann sich insofern anbieten, als Sie das Kinderbett direkt neben Ihr Bett stellen. So hat das Kind die Eltern zumindest in greifbarer Nähe. Wie auch immer Sie sich entscheiden: tun Sie nur das, was Sie und ihr Partner wirklich wollen. Was "man" tut, ist nicht immer das Beste für die eigene Familie.
 
Sie sollten Ihr Kind von einem Kinderarzt untersuchen lassen, um andere Ursachen ausschließen zu können.
 
Gute Ratschläge:
• Verbinden Sie das Ablegen Ihres Kindes mit etwas Gemütlichem. Lesen Sie ihm etwas vor, massieren Sie es, baden Sie es vor dem Zubettgehen usw.
• Halten Sie feste Bettzeiten ein.
• Bringen Sie Ihr Kind NIE "zur Bestrafung" ins Bett.
• Bringen Sie Ihr Kind stets zu Bett, bevor es übermüdet ist und buchstäblich vor Müdigkeit umfällt.
• Ihr Kind muss nicht sofort einschlafen. Lassen Sie das Kind im Bett zur Ruhe kommen.
• Wiegen wirkt in der Regel schlaffördernd.
• Dämpfen Sie das Licht, oder löschen Sie es ganz beim Zubettgehen.
• Dämpfen Sie das generelle Aktivitätsniveau der Familie, d. h.: drehen Sie den Fernseher oder die Musik leiser, dämpfen Sie Unterhaltungen ein wenig.
• Ist Ihr Kind nachts unglücklich, nehmen Sie es nicht hoch, sondern bleiben Sie nur bei ihm, bis es zur Ruhe kommt. Lassen Sie es sich NICHT in den Schlaf weinen. Ein weinendes Kind muss immer getröstet werden!
 
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