Milena 14.07.2011
Frage:
Hallo Dr. Mayer, bei unserem Aufenthalt im KH hat der untersuchende Arzt meiner Tochter zu fest in die Fontanelle rein gedrückt, so mein Eindruck. Sie ist 7 Monate alt und hatte am Tag darauf einen kleinen blaues Fleck an der Stelle (wie geplatzte Blutgefäße). Ich bin mir sicher, dass es davor nicht so ausgesehen hat. Daraufhin angeprochen meinte der Arzt nur "das mache man immer so" und "es wäre nichts". Meine Frage ist: welche Folgen kann eine solche evtl. Verletzung haben, gibts dabei irgendwelche Symptome, die mir zeigen können, dass tatsächlich etwas nicht in Ordnung ist und was kann ich jetzt tun? Danke für Ihre Antwort! MfG Milena
Antwort:
Liebe Milena,
bei einer körperlichen Untersuchung eines Säuglings gehört das Abtasten der Fontanelle dazu. Ein solches Abtasten der Fontanelle ist ohne Druck und ohne Kraftaufwendung durchführbar. Bei einer anderen Untersuchung – dem Schädelultraschall bei einem Säugling- wird durch die noch offene Fontanelle ein Schallkopf auf die Kopfhaut aufgesetzt und durch das Kippen oder Drehen des Schallkopfes auf der Stellewerden bestimmte (Schnitt-)bilder erstellt. Im Vergleich zum Abtasten der Fontanelle wird bei dieser Art von Untersuchung ein leichter Druck auf die Kopfhaut bzw. die Fontanelle ausgeübt. Mir selber ist kein Fall bekannt, bei dem ein Säugling nach einerRoutine-Schädelultraschalluntersuchung Beschwerden hatte. Ohne dabei gewesen zu sein, kann ich Ihnen leider nicht sagen, welche Art von Untersuchung Ihr behandelnder Arzt durchgeführt hat. Wenn Sie Zweifel über den Gesundheitszustand Ihres Kindes haben kann ich Ihnen nur empfehlen Ihren Kinderarzt aufzusuchen, damit dieser vor Ort Ihre Tochter untersuchen kann.