Scharlach bei Säuglingen

Conny G. 31.03.2010

Frage:
Sehr geehrter Herr Dr. Voitl, meine große Tochter hatte vor ca. 1 1/2 Wochen Scharlach, welcher jedoch nur von leichten Symptomen (Halsschmerzen, geschwollene Zungenbläschen aber keine Himbeerrote Zunge) begleitet war und nur anhand des Schnelltestes diagnostiziert wurde. Meine kleine Tochter (gerade 5 Monate) wird noch voll gestillt und ist ziemlich erkältet (Schnupfen und Husten, kein Fieber, kein roter Hals). Nun ist meine Frage, hat sie eine normale Erkältung oder Scharlach? Im Internet habe ich gelesen, dass so kleine Kinder eigentlich nicht an Scharlach erkranken. Wie sehen Sie das? Ich bin nur wegen der Folgeerkrankungen etwas beunruhigt.. Vielen Dank für Ihre Antwort.


Antwort:
Scharlach ist eine bakterielle Infektion (Streptokokken), die häufig Vorschul- und Schulkinder vor allem während der Wintermonate betrifft. Sie beginnt plötzlich mit hohem Fieber und Halsschmerzen, typisch ist ein samtartiger Hautausschlag und nach Abklingen eine Hautabschuppung an Händen und Füßen. Nur eine Untergruppe der Streptokokken bildet die Giftstoffe, die das Vollbild des Scharlachs auslösen können.

Die Empfänglichkeit für Scharlach ist bei verschiedenen Menschen unterschiedlich. Die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung ist kurz und dauert etwa 2-4 Tage.

Mit 5 Monaten ist man optimal geschützt und sollte keinen Scharlach bekommen können, zudem sind die Symptome nicht typisch. Bei höherem Fieber empfiehlt sich eine kinderärztliche Untersuchung.
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