Daniela 24.09.2010
Frage:
Hallo Dr. Voitl, bei unserem kleinen Sohn (10 Wochen) wurde eine Schädelasymethrie festgestellt. Ich bin jetzt sehr verunsichter, was dies alles mit sich bringen kann. Der Kinderarzt meinte eventuelle Gleichgewichts- bzw. Koordinationsschwierigkeiten. Er hat uns jetzt eine Behandlung nach Vojta verordnet. Meine Frage an Sie, was können wir noch machen bzw. wie groß sind die Chancen dass dies wieder komplett verheilt? Was halten Sie von der Vojta-Behandlung? Habe jetzt auch schön öfter was negatives im Internet gelesen. Vielen lieben Dank für Ihre Antwort Daniela
Antwort:
Eine Schädelassymetrie hat ihre Ursache häufig in einer Störung der Halsmuskulatur. Als Symptome werden eine Schwäche der Kopfhaltung, assymetrische Haltung, eine Schädelasymmetrie im Gesicht und Hinterkopf, Schlafstörungen, Aufschreien im Schlaf, Sabbern, ungleiche Bewegungen von Armen und Beinen und Reifungsprobleme der Hüftgelenke angegeben.
Es gibt völlig unbewiesene Vermutungen über mögliche Folgeschäden wie etwa Kopfschmerzen, Migraine, Haltungsschwächen, Konzentrationsprobleme, Gleichgewichtsstörungen etc., die alle eher in das Bereich der Halbwahrheiten gehören.
Es werden verschiedene überweigend alternativmedizinische Therapie-Konzepte angeboten wie z.B. die Manualtherapie oder die Cranio-Sacral-Therapie, Vojtza gehört nicht typischerweise dazu.
Bei guter Therapie verschwindet dies bis zum ersten Lebensjahr.