Pollenallergie

Kathrin 26.05.2008

Frage:
Mein Sohn (8 Jahre) hat eine Pollenallergie. Er leidet unter Niessanfällen, Schnupfen und beissenden Augen. Er nimmt jetzt ein Antihistaminika ein. Wann empfehlen Sie eine Desensibilisierung?


Antwort:
Mit einer Art Impfkur; der sogenannten Hyposensibilisierung, kann die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Allergenen herabgesetzt werden. Dabei wird in geringsten Mengen das auslösende Allergen unter die Haut gespritzt oder als Tropfen unter die Zunge gelegt, um zu erzielen, dass der Organismus sich daran gewöhnt und nicht mehr überreagiert.
 
Möglich ist diese klassische subkutane Immuntherapie (SIT) als regelmäßige Injektionsgabe - etwa 2-3 Jahre lang monatlich eine Spritze unter die Haut - oder auch als sublinguale Immuntherapie (SLIT) in Tropfenform. Der genaue Wirkmechanismus dafür ist noch ungeklärt. Die spezifische Hyposensibilisierung weist gute Erfolge mit Besserung der Beschwerden von bis zu 60-80 % auf, vor allem, wenn es nicht zu viele verschiedene Allergene sind, die behandelt werden sollen.
 
Eine aktuelle Studie bei Kindern mit Heuschnupfen (PAT-Studie) zeigte zudem, dass eine Immuntherapie die Entwicklung eines Asthma bronchiale bei Heuschnupfen verhindern kann. Man sollte nach der Pollensaison beginnen.
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