daniela 23.11.2010
Frage:
mein sohn florian leidet, glaube ich, unter pavor nocturnus. er wacht in der nacht auf, schreit, ist sehr verwirrt, starrt verängstigt immer auf den gleichen punkt, redet wirres zeug und lässt sich nicht wirklich beruhigen. er reagiert kurzzeitig auf meine beruhigenden worte und berührungen bis er kurz danach wieder zu schreien und weinen beginnt. ca. 15 minuten später entspannt er sich und schläft friedlich ein. florian wurde im juli 6 jahre und begann im herbst mit der schule. ist das womöglich ein zeichen, dass er nicht reif für die schule ist, oder eine normale reaktion dieser veränderung vom kindergarten in die schule? danke im voraus für die antwort. daniela
Antwort:
Unter dem Nachtschreck versteht man wiederkehrendes nächtliches Erwachen mit einem heftigem Keuchen oder Schrei. Dieser Pavor nocturnus kommt in bis zu fünf Prozent aller Kinder vor, meist zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensjahr. Buben sind häufiger betroffen.
Der Nachtschreck beginnt in der ersten Nachthälfte; etwa zwei bis drei Stunden nach dem Einschlafen. Meist beginnt es mit Wimmern oder Keuchen, oft mit einem heftigen Schrei. Danach folgt starke Unruhe mit Schweißausbrüchen und Verwirrtheit. Die Kinder werden nicht richtig wach und erinnern sich nicht an das Geschehen. Die Attacken selbst gehen schnell vorbei. Die Betroffen leiden häufiger an Bettnässen. Eine familiäre Häufung ist möglich.
Ich würde schon zu einer professionellen psychologischen Unterstützung raten, da die Situation doch recht belastend werden kann.