Silvia 25.07.2011
Frage:
Hallo! Mein Sohn (3 1/2 Jahre) war bereits trocken gewesen. Tagsüber komplett und nachts zu 90 %. Er hat im März die Kiga-Gruppe gewechselt von der Krippe in die Regelgruppe ab 3 Jahren. Nach dem Wechsel hat er plötzlich wieder ab und zu in die Hose gemacht. Die Kiga-Leiterin meinte, ich solle ihm doch übergangsweise Windelhöschen anziehen. Also habe ich ihm in den Kiga die Windelhöschen angezogen und mittags wenn er heim kam,die Windel wieder runter. Leider geht das jetzt bereits seit 3 Monaten so und wird kein bisschen besser. Im Gegenteil. Jetzt hat er sogar schon dreimal sein "großes Geschäft" wieder in die Windel gemacht. Er selber sagt, er merkt es nicht, wenn er aufs Klo muss. Könnte es hierfür medizinische Ursachen geben? Oder ist es die total falsche Lösung, wenn er mal eine Windel dran hat und dann nicht. Mein Kinderarzt meint, er hat eine sehr enge Vorhaut und wenn er Wasser lässt, dann ist es auch kein gerader Strahl, sondern er geht nach einer Seite. Kann es daran liegen? MfG
Antwort:
Liebe Silvia,
sofern Ihr Sohn, wie Sie schreiben, nicht mehr in einem 'geraden' Strahl Wasserlassen kann könnte es sich um eine zu enge Vorhaut und somit um eine behandlungsbedürftige Phimose handeln. In manchen Fällen kann eine chirurgische Sanierung notwendig werden. Dass das Einnässen durch die Phimose verursacht wird, ist meiner Ansicht nach eher unwahrscheinlich.
Es gibt viele Kinder, die durch äußere Einflüsse wie z.B. Kitaplatzwechsel, Umzug etc.plötzlich wieder mit 'Einnässen' beginnen obwohl sie seit einiger Zeit 'sauber' waren. Ein Toilettentraining mit 'Belohnungssystem' könnte hier hilfreich sein. Darüber und v.a. auch über die Tatsache, daß Ihr Sohn angibt, den Stuhldrang nicht zu spüren bitte ich Sie mit Ihrem KiA zeitnah zu sprechen. Dieser wird ggf. den Kontakt zu den entsprechenden Fachdisziplinen bzw.Spezialisten herstellen können.