Mahlzeiten mit Zwillingen

L. K. 01.06.2010

Frage:
Sehr geehrter Herr Dr. Voitl! Ich hätte gerne Ihren Rat, was die Ernährung von Zwillingen angeht: Meine beiden sind jetzt 10 Monate alt (kamen aber 3 Monate zu früh, was bedeutet, dass sie ja eigentlich erst 7 Monate alt sind). Alma macht beim Essen kaum Schwierigkeiten und bekommt jetzt schon eine ganze Weile mittags und abends Brei (ich koche selber). Mittags gibt es Gemüse und abends Griesbrei mit Obst. Ich versuche auch immer, ihr hinterher noch Tee zu geben - 3-4 Schlucke, dann will sie nicht mehr. Livia ist ein spezieller Fall, da wir sie mit Magensonde nach Hause bekommen haben. Die habe ich ihr aber nach ein paar Tagen schon gezogen, um ihr dann mit viel Zeit und Geduld die Flasche zu geben. Mittlerweile trinkt sie ganz gut, nimmt aber sehr schlecht zu. Sie wiegt inzwischen 2 kg weniger als Alma ... Brei geht bei Livia eigentlich gar nicht, außer dass sie abends nach ca. 160 ml Milch noch ein paar Löffel Obstgläschen ist. Die von mir pürrierten Sachen sind ihr irgendwie nicht fein genug ... Mein größtes Problem ist aber gerade, dass ich das Gefühl habe, nur noch darüber nachdenken zu müssen, was die beiden als nächstes essen sollten/könnten. Jetzt könnte Alma ja auch schon einen Nachmittagsbrei kriegen, den ich dann aber auch erst wieder zubereiten müsste. Aus der Flasche mag sie schon kaum noch trinken. Und wie ich Livia jemals an feste Nahrung gewöhnen soll, ist mir ein Rätsel. Ich kann doch nicht den ganzen Tag mit Füttern verbringen. Hin und wieder hab ich Hilfe beim Füttern. Wir haben einen ziemlich festen Zeitplan, was mir das Leben sehr viel leichter macht und den Kindern auch entgegen kommt. Morgens um 7 Uhr gibt's Flaschen (ca. 200 ml), die meistens nicht ausgetrunken werden. Soll ich einfach weniger machen?! Danach gehen die beiden noch mal schlafen. Um 11 Uhr gibt es für Alma Brei und für Livia noch mal 200 ml, die sie allerdings auch selten schafft. Den vier Stunden Rhythmus möchte ich gerne beibehalten ... So um 12 Uhr schlafen sie dann noch mal und um 15 Uhr gibt es dann für beide wieder ne Flasche. Nachmittags gehen ich meistens ca. 2 Stunden mit den beiden raus, um dann zum Abendessen um 19 Uhr wieder zu Hause zu sein. Für Livia gibt es dann 160 ml und ein bisschen Obstgläschen und Alma kriegt wie gesagt Griesbrei mit Obst und noch etwas Tee. Die beiden schlafen dann durch bis um 6.30 Uhr. Von daher denke ich, dass mir mein Tagesablauf recht gibt, aber irgendwas muss sich an den Mahlzeiten ändern. Und wie kriege ich es hin, dass mir das Essen nicht so einen Stress bereitet?!?! Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen! Mit besten Grüßen Lisa K.


Antwort:
Zwillinge sind sicherlich immer eine spezielle Herausforderung für die Eltern und wenn ein Zwilling dann noch eine zusätzliche Belastung in Form einer Magensonde hat bereitet das natürlich Stress.
Da das Essen ein zentrales und belastendes Thema für sie darstellt kann sich das auch auf ihre Kinder übertragen. Eine psychotherapeutische Betreuung in dieser stressigen Zeit kann ihnen sicherlich helfen mit der Situation besser klarzukommen.
Darüber hinaus sollten sie ihre Tochter Livia in guter kinderärztlicher Betreuung haben, damit ihr Gewicht und ihre Entwicklung gut überwacht werden.
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