Nadine 05.04.2011
Frage:
Guten abend, ich weiß, dass sie keine Ferndiagnose stellen können, aber vielleicht können sie mich ja beruhigen. Meine fast 2jährige Tochter ist seit ca. 3 Monaten ständig müde, blass und hat immer mal wieder eine Phase von 1 Woche in der sie kaum etwas isst. Desweiteren hat sie immer mal wieder leichte Fieberschübe, die etwa 3 Tage andauern. Ich habe das immer auf die noch fehlenden Backenzähne geschoben. Was mich jetzt allerdings nervös macht ist, dass sie im Gesicht und an den Unterarmen dicke rote Pickel bekommt, letzte Woche eine ziemlich heftige Nagelbettentzündung hatte, die immer noch nicht richtig abgeheilt ist (trotz Fucidine) und seit heute hat sie ein dickes, rotes und eitriges Auge. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt nur verrückt mache, aber ich habe wirklich Angst, dass mein Kind ernsthaft krank sein könnte und habe das Gefühl, dass unser Kinderarzt mich nicht richtig ernst nimmt und sie nicht richtig untersucht, weil sie ein ernstes Problem mit männlichen Ärzten hat und sofort einen Brüllanfall bekommt. Aber in unserer Nähe gibt es keine weiblichen Kinderärzte. Bitte helfen sie mir, ich habe wirklich Angst. Vielen Dank im Voraus Nadine
Antwort:
Liebe Nadine,
ich habe im Laufe meiner Ausbildung gelernt, die Sorgen einer Mutter sehr ernst zu nehmen. Wenn Sie als Mutter den Eindruck haben, dass Ihre Tochter seit 3 Monaten schlapper und müder wirkt als zuvor, weniger Apetitt zeigt und blasser aussieht sollte genauer nachgeschaut werden. Es gibt viele Ursachen für die von Ihnen beschriebenen Symptome und leider kann ich wie sie selber geschrieben haben keine Ferndiagnose stellen.
Wichtig ist, dass Ihre Tochter gründlich körperlich untersucht wird und je nachdem wie der Befund ausfällt weitere Untersuchungen z.B. eine Urin und/oder Blutuntersuchung veranlasst werden. Natürlich ist es einfacher ein Kind zu untersuchen wenn es ruhig ist, aber es gibt viele Kinder die in den Arztpraxen sehr ängstlich reagieren.
Wichtig ist, dass Sie einen Kinderarzt/in aufsuchen bei dem Sie sich als Mutter gut aufgehoben und mit Ihren Sorgen nicht alleingelassen fühlen ...und häufig hilft das auch den Kindern bei der Untersuchung.