Gründe für Trotzanfälle
Wutanfälle finden im Alter zwischen zwei und drei Jahren normalerweise ihren Höhepunkt und sind ein ganz normaler, wenn auch ziemlich anstrengender Teil der Entwicklung Ihres Kindes. Auch wenn Ihr Kind verbale Fähigkeiten hat, ist es oft noch nicht in der Lage, seine Wünsche mitzuteilen, und das kann ganz schöne Frustrationen auslösen. Ihr Kind hat auch körperliche Fähigkeiten, schafft es jedoch noch nicht, alles zu machen, wozu es Lust hat.
Außerdem hat es noch nicht gelernt, mit seinen Gefühlen umzugehen. Das sind die optimalen Voraussetzungen für einen Wutanfall. Wutanfälle haben die Tendenz aufzutreten, wenn Ihr Kind müde oder hungrig ist oder einen schlechten Tag hat und wenn eine Situation frustrierend oder überwältigend ist. Es reicht schon, wenn ein Keks auf den Boden fällt, um einen Wutanfall auszulösen. Der Grund ist dann allerdings meistens nicht der Keks, sondern es sind mehrere kleine, über den Tag verteilte Enttäuschungen und Frustrationen.
Wie reagieren?
Beobachten Sie Ihr Kind, um herauszufinden, wann im Laufe des Tages es zufrieden ist und gute Laune hat und wann es die Tendenz hat, frustriert zu sein. Wenn Sie herausgefunden haben, wann die Gefahr eines Wutanfalls am größten ist, stehen Ihre Chancen besser, ihn abzuwenden.
Sie sollten außerdem für vorhersehbare Regeln sorgen und diese Ihrem Kind möglichst klar und deutlich mitteilen. Geben Sie Ihrem Kind ruhig ein paar Wahlmöglichkeiten. Selbstverständlich gibt es immer wieder Situationen, in denen Ihnen nichts anderes übrig bleibt, als so gut es geht auf den Anfall zu reagieren und Ihrem Kind beizustehen, wenn es sich wieder beruhigt hat.
Versuchen Sie, gewünschtem Verhalten mehr Aufmerksamkeit zu schenken als ungewünschtem. Sie sollten niemals vergessen, dass Wutanfälle bei den meisten Kindern ein vorübergehendes Phänomen sind, das vorbei ist, wenn Ihr Kind fortgeschrittenere Formen der Kommunikation und soziale Fähigkeiten lernt.